Im Jahr 311 v. Chr. richteten sie eine neue Magistratur, die duoviri navales, ein, die sich ausschließlich um Kriegsschiffe kümmern sollte. Zunächst stützte man sich noch auf die Schiffe der Alliierten in Süditalien, die auf diesem Gebiet weitaus erfahrener waren. Möglicherweise befehligten die Doppelmagistrate vor allem die Schiffe ebendieser Verbündeten, auch noch in späterer Zeit. Wir können sie uns auch als Verantwortliche vorstellen, die den Aufbau der römischen Flotte vorantreiben sollten und denen später die Organisation anvertraut wurde, wobei sie in der Regel nur ein Jahr im Amt blieben und den Konsuln unterstellt waren. Wie viele andere kleinere Magistraturen verschwanden die duoviri navales wohl im Lauf der späteren Republik. Das Römische Reich verfügte zu dieser Zeit bereits über eine riesige Flotte, die den gesamten Mittelmeerraum sowie viele Binnengewässer und Flussläufe kontrollierte. Für die Flotte gab es nun spezialisierte Positionen beim Militär, die nicht jährlich ausgewechselt wurden.





