Seit dem Jahr 520 v. Chr. schließlich ist die Austragung einer besonders anspruchsvollen Disziplin gesichert, des sogenannten Waffenlaufs. Er hieß nach den Schwerbewaffneten, den Hopliten, Hoplitodromos. In keiner anderen olympischen Disziplin zeigt sich der Ursprung der Wettbewerbe als Kampftraining so deutlich wie in dieser. Die Läufer trugen Helm, Beinschienen und sogar einen Schild. Damit absolvierten sie den langen Doppellauf – im Hochsommer unter sengender Sonne! Kein Wunder, dass noch im 5. Jahrhundert die Beinschienen abgeschafft wurden, 100 Jahre später auch die Helme. Kurioserweise kennen wir kaum erfolgreiche Waffenläufer durch Inschriften, die Sportart scheint schnell an Popularität eingebüßt zu haben. Im 2. Jahrhundert n. Chr. war sie zusammen mit dem Fackellauf an das Ende der Kampftage gerückt, bis der Waffenlauf mit den olympischen Spielen selbst in der Spätantike in Vergessenheit geriet.





