Dramatische Minuten: James Cook wird bei einem Gefecht in der Bucht von Kealakekua vor Hawaii getötet (Aquarell von John Cleveley d. J., 1784). · Foto: Bridgeman Images / Christie‘s Images
Im August 1780 sorgte die niederländische „Gazette de Leyde“ mit einer elektrisierenden Meldung europaweit für Aufregung. Das gut informierte Gelehrtenblatt teilte in seinen „Briefen aus Russland“ mit, man hätte aus dem sibirischen Kamtschatka die Nachricht erhalten, „dass der britische Kapitän James Cook auf den Sandwich-Inseln von den dortigen Einwohnern erschlagen worden“ sei. Tatsächlich war die Depesche aus Petropawlowsk-Kamtschatski, dem östlichsten Zipfel des Zarenreichs, mit Hundeschlitten und Flößen, Meldereitern und Postkutschen so schnell wie möglich nach Westen befördert worden.
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Erst zwei Monate später, Anfang Oktober 1780, kehrten endlich auch die beiden Schwesternschiffe „Resolution“ und „Discovery“ nach London zurück, mit denen Captain Cook vier Jahre zuvor – im Juli 1776 – zu seiner dritten Weltumsegelung aufgebrochen war. Und das Gerücht aus Russland bestätigte sich: Der berühmteste Seefahrer seiner Zeit war am 14. Februar 1779 auf Hawaii getötet worden.
Tatsächlich hatte Cooks Crew nach dem schockierenden Tod ihres Kapitäns auf Hawaii ganz in seinem Sinne das ehrgeizige Ziel der Expedition weiterverfolgt, die Nordwestpassage ausfindig zu machen – eine schiffbare Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik nördlich von Nordamerika. Immerhin hatte die britische Admiralität dafür 20 000 Pfund ausgesetzt.
Nördlichster Vorstoß des 18. Jahrhunderts
Charles Clerke, der nach Cooks Tod das Oberkommando übernommen hatte, musste im Sommer 1779 in der Tschuktschensee umkehren, da ihm das Eis einen Strich durch die Rechnung machte. Nahezu an der gleichen Stelle war Cook beim ersten Anlauf ein Jahr zuvor – Mitte August 1778 – am arktischen Packeis gescheitert. Immerhin hatte Cook seinen Vorstoß nordwestlich von Alaska in der Nähe von Icy Cape bis auf 70 Grad 44 Minuten nördlicher Breite unternommen – so weit sollte im 18. Jahrhundert von Westen her niemand mehr kommen.
Cooks ambitioniertes Motto lautete: „Mein Streben führt mich nicht nur weiter, als je einen Menschen zuvor, sondern so weit wie der Mensch überhaupt nur gehen kann!“ Und doch war nicht zu übersehen, dass der viel bewunderte Kapitän bei seiner dritten Weltumsegelung nicht mehr derselbe war, wie auf den vorherigen Reisen.
Nach der Rückkehr von seiner zweiten Pazifikexpedition 1775 nahm man an, Cook würde nun seinen Ruhestand genießen: Er wurde wie ein Held empfangen und von Nathaniel Dance-Holland porträtiert (siehe Cover dieses Hefts) – dem Londoner Maler des Königs und der renommiertesten Köpfe seiner Zeit.
Die erste Seite des Tagebuchs, dasJames Cook für seiner dritten Reise führte. Der erste Eintrag am 10. Februar 1776 lautet: „Ich erhielt den Auftrag, die Sloop ,Resolution‘ Seiner Majestät zu kommandieren.“ · Foto: akg-images / British Library
Cook war ein häufiger Gast bei Dinnerpartys, wurde zum Mitglied der Royal Society gewählt und zum gut versorgten Kapitän des Greenwich Hospital ernannt. Seine Frau Elizabeth, die gerade ihr sechstes Kind zur Welt gebracht hatte, hoffte inniglich, ihr Gatte würde nach so vielen Jahren auf See in London bleiben. Umsonst.
Als die britische Admiralität ihn um Rat fragte, wer den jungen Polynesier Mai, der 1774 als erster Mensch aus Ozeanien mit der zweiten cookschen Expedition nach London gekommen war, wieder in seine Heimat zurückbringen und zugleich die schwer fassbare Nordwestpassage im Norden Amerikas ausmachen könnte, schlug Captain Cook umgehend sich selbst vor. Mittlerweile auch ganz offiziell zum Kapitän befördert, begann Cook im Frühjahr 1776 mit den Vorbereitungen für die Reise.
Beim Auslaufen der „Resolution“ am 13. Juli 1776 war Cook 47 Jahre alt und hatte die vergangenen zehn Jahre überwiegend auf See verbracht, ohne Rückzug oder eine längere Ruhephase. Seine nachlassende Gesundheit, die Erschöpfung und häufige Schmerzen führten – das stellte die Crew der dritten Reise bald fest – mitunter zu einem unberechenbaren Verhalten, sodass Cook härter mit seiner Mannschaft umging und weniger Toleranz gegenüber den Menschen der Südsee zeigte.
Die bekannteste Person an Bord – abgesehen vom Kapitän – war der Steuermann (sailing master) William Bligh, der später als Kapitän durch die Meuterei auf der „Bounty“ berüchtigt werden sollte – wohl kein Mann, der Cook im Sinne von Ausgleich und Besonnenheit zur Seite stand.
Der Verlauf der dritten Erkundungsfahrt ähnelte in den ersten zwölf Monaten den früheren beiden Pazifikexpeditionen des britischen Kapitäns: Es ging zunächst über Madeira und Kapstadt, Australien und Neuseeland nach Tonga und Tahiti.
Der Kapitän zeigt eine bislangnicht gekannte Antriebslosigkeit
Zum ersten Mal aber wurde an Bord eine ungekannte Antriebslosigkeit des sonst so ambitionierten Kapitäns spürbar. Als die Schiffe für zwei Wochen im neuseeländischen Queen Charlotte Sound vor Anker lagen, unternahm er überraschenderweise wenig, um den rituellen Kannibalismus zu ahnden, dem 1774 bei der zweiten cookschen Weltumsegelung in der dortigen Wharehunga-Bucht ein Teil der Besatzung der „Adventure“ zum Opfer gefallen war.
Auf Tonga wohnte James Cook im Juli 1777 der sogenannten Inasi-Zeremonie bei. Über mehrere Tage wurden hier Prozessionen abgehalten (Stich nach einer Vorlage von John Webber, 1784). · Foto: akg-images
Als im März 1777 die „Resolution“ und die „Discovery“ die später nach dem Seefahrer benannten Cook-Inseln erreichten, unterließ der sonst so emsige Kartenzeichner die systematische Kartographierung und erkundete die Inseln nur begrenzt.
Ungewöhnlich lang hingegen, bis Ende Juli 1777, zog sich der anschließende Aufenthalt auf Tonga hin, bei dem der tui tonga – der oberste Herrscher des Tonga-Archipels – und die Befehlshaber von Nomuka, Lifuka und anderer Haapai-Inseln die Besatzung der beiden britischen Schiffe zwei Monate lang üppig versorgten. Dabei ließ Captain Cook die Gelegenheit verstreichen, die nahe gelegenen Inseln Samoa und Fidschi zu besuchen.
Cooks anschließender Aufenthalt auf der Insel Tahiti seit Mitte August 1777 wurde von einer schweren Krankheit überschattet, sodass er das Schiff nur für wenige Treffen mit Tu, dem obersten tahitischen Herrscher und späteren König Pomare I., verlassen konnte. Auch seine heimliche diplomatische Mission, den in London mit vielen Geschenken versehenen jungen Polynesier Mai mit einer Schwester des tahitischen Regenten zu verheiraten, um so die britische Stellung auf den Gesellschaftsinseln zu festigen, scheiterte. Denn der Freigeist Mai wollte sich diesem machtpolitischen Kalkül partout nicht unterwerfen.
Nach einem unglückseligen Zwischenstopp auf der Insel Moorea gegenüber von Tahiti, wo Cook brutal auf vermeintliche Diebe feuern, zahlreiche Kanus zerstören und Hütten abbrennen ließ, nur um eine gestohlene Ziege wiederzubekommen, liefen die beiden britischen Schiffe schließlich Mitte Oktober 1777 die Insel Huahine an. Noch kurz vor der Landung ließ Cook einem Einheimischen, den man von Moorea auf der „Resolution“ mitgenommen und der unterwegs eine Kleinigkeit gestohlen hatte, beide Ohren abschneiden.
Mai bringt aus Englandallerlei Kuriositäten mit
Mit unguten Gefühlen nahm Cook schließlich von seinem polynesischen Schützling Mai Abschied, der sich nach der Rückkehr aus England auf Huahine ein neues Zuhause schaffen wollte. Der Kapitän ließ ihm dafür von seinen Schiffszimmerleuten ein Haus aus Fertigteilen im englischen Stil errichten.
Doch ahnte Cook wohl, dass Mais Sammelsurium an Mitbringseln aus London – ein weißes Rassepferd und eine Ritteruniform von Lord Sandwich, eine elektrische Induktionsmaschine von Joseph Banks, eine Drehorgel, Leinentücher und Tischdecken, Knallfrösche und Feuerwerkskörper – nur Neid und Begehren anderer auf sich ziehe mussten. Mit Übergriffen auf Mais Speicher voller europäischer Wunderdinge war also zu rechnen.
Bei seiner Rückkehr in die Heimat machte Mai durch die Geschenke, die er von Lord Sandwich, dem Ersten Lord der Admiralität, erhalten hatte, mächtig Eindruck. Dazu zählten etwa eine Rüstung und ein Pferd (Stich, 18. Jahrhundert). · Foto: Bridgeman Images / British Library archive
Mais Waffenarsenal hingegen bestand aus drei Schwertern, einer Handvoll Musketen, einer Jagdflinte und zwei Paar Pistolen, die ihm der britische König Georg III. geschenkt hatte. „Ganz hübsch für Europäer“, urteilte Cooks Wundarzt David Samwell, aber „keine Sicherheit“. Überhaupt hätte man Mai – „einem so lernwilligen Schüler“ – in England nur „unnütze Sachen für Gentlemen“ beigebracht.
Anfang Dezember 1777 ließ Cook einen strikten Nordkurs setzen, um die Suche nach der Nordwestpassage in Angriff zu nehmen. Die Insel, die die Schiffe an Weihnachten erreichten, erhielt den passenden Namen Christmas Island (heute Kiritimati). Am 18. Januar 1778 kam 4000 Kilometer nördlich von Tahiti Land in Sicht: Oahu, Niihau und Kauai, die westlichsten der 137 Inseln Hawaiis. Mit dieser Inselgruppe machte der britische Seefahrer seine größte geographische Entdeckung für die abendländische Seefahrt.
Doch ging Cook bei dieser ersten Visite der Sandwich-Inseln, wie er den Archipel nach seinem Vorgesetzten in der britischen Admiralität taufte, nur für wenige Tage vor Kauai und der kleineren Nachbarinsel Niihau vor Anker. Er wollte rasch weiter nach Norden, um den arktischen Sommer auszunutzen.
Immerhin führten die ersten kurzen Kontakte mit den Hawaiianern zu einer überraschenden Erkenntnis: Die Menschen hier ähnelten den Bewohnern von Tahiti, Tonga und Neuseeland nicht nur hinsichtlich ihrer Physiognomie, sondern offenbar auch in ihren Bräuchen und in ihrer Sprache – es waren Polynesier. „Sie sind vielleicht nicht die bevölkerungsreichste Nation“, schrieb Captain Cook beeindruckt in sein Tagebuch, „aber sicher bei weitem die ausgedehnteste“.
Seinen ersten Eindruck von den Hawaiianern beschrieb er mit den Worten, sie seien „lebhaft und höchst aktiv“. All das sprach dafür, Hawaii auf der Rückkehr aus nordpolaren Gewässern genauer zu erkunden.
Vergebliche Suche nachder Nordwestpassage
Zwei Monate später erreichte die Expedition die nordamerikanische Küste vor dem späteren Oregon und lief Ende März 1778 den Nootka Sound auf Vancouver Island an, wo die Briten bei ihren ersten Kontakten mit den indigenen Mowachaht reichlich Seeotterfelle gegen die Kälte einhandeln konnten.
Im März 1778 ankerte die Expedition im Nootka Sound, einem Fjord vor der Küste der später Vancouver Island genannten Insel, wo die Seeleute mit den Einwohnern Tauschgeschäfte betrieben (Zeichnung von John Webber, 1778). · Foto: akg-images / British Library
Anschließend fuhr James Cook in der vergeblichen Hoffnung auf eine Durchfahrt zur gesuchten Nordwestpassage in das später nach ihm benannte Cook Inlet ein und kartographierte den tiefen Einschnitt in Alaskas Süden. Schließlich zwang ihn der Küstenverlauf, weiter südwestwärts an der Kodiak Island, der Alaska-Halbinsel und der Kette der Aleuten vorbeizunavigieren.
Als das Ruder dann endlich wieder nach Norden Richtung Tschuktschensee gelegt werden konnte, ließ das Fiasko der unpassierbaren Packeisgrenze nicht mehr lange auf sich warten. So blieb am Ende nur ein Übersetzen zur russischen Küste und der Rückzug durch die Beringsee Richtung Süden.
Da sich mittlerweile der Polarwinter ankündigte, folgte der Kapitän seinem Plan, nach Hawaii zurückzukehren, um seine Crew dort wieder zu Kräften kommen zu lassen, die Schiffe auszubessern und vor allem Vorräte aufzunehmen. Nach den schon inspizierten westlichen Inseln passierte Cook diesmal die östlicher gelegenen Inseln Maui und Hawaii.
Am 17. Januar 1779 ankerten die „Resolution“ und die „Discovery“ schließlich an der Westküste von Hawaii, der größten Insel des Archipels, in der Bucht von Kealakekua. Und die Briten wurden überaus freundlich empfangen: Die Einheimischen hielten Cook für einen zurückkehrenden Ahnengott, den ruhmreichen Lono-i-ka-Makahiki, und feierten ihn entsprechend.
Cook selbst lag wenig daran, diesen Irrtum aufzuklären. Und so erhielt er nicht nur reichlich Proviant, sondern wurde am 26. Januar 1779 auch vom ranghöchsten Anführer Kalaniopuu empfangen. Infolge der vermeintlichen Göttlichkeit des Briten wurden ihm in einer großen Zeremonie unter anderem ein Federmantel und ein Federhelm überreicht, die aus Hunderttausenden heiligen roten und seltenen gelben Federn geknüpft waren.
Am Ende konnte die gottgleiche Behandlung James Cook jedoch nicht davor bewahren, am 14. Februar 1779 ausgerechnet am Ort der Huldigung, in der Bucht von Kealakekua, den Tod zu finden.
Die Bewohner des bislang unbekannten Hawaii waren ebenfalls Polynesier. Der Kontakt mit ihnen verlief für Cook zunächst vielversprechend. Das Aquarell (1784) von John Webber zeigt ein Dorf auf der Insel Kauai. · Foto: Bridgeman Images / Mitchell Library, State Library of New South Wales
Ein junger Deutscher, Heinrich Zimmermann, der auf Cooks dritter Reise als Bootsmaat auf der „Discovery“ diente, war vor Ort dabei, als der Kapitän in fataler Weise agierte: Zunächst waren Cook und seine Crew, nachdem sie wochenlang verehrt und bestens bewirtet worden waren, nach einem freundlichen Abschied wieder in See gestochen. Dann aber erzwang ein Mastbruch im Sturm die Rückkehr, nur galt für die Polynesier inzwischen ein Tabu für das Ankern in der Bucht von Kealakekua.
Plötzliche Eskalationder Ereignisse
Als die Briten dennoch an Land gingen, kippte die Stimmung, und die Hawaiianer nahmen ihnen ein Beiboot weg. Nachdem die Offiziere beim Versuch, dieses zurückzuholen, scheiterten, griff Captain Cook hart durch. Zunächst ordnete er die Absperrung der gesamten Bucht und die Beschlagnahmung aller Boote der Einheimischen an.
Um den Druck zu erhöhen, versuchte er – wie zuvor schon auf Huahine und Tongatapu –, Mitglieder der Herrscherfamilie als Geiseln an Bord zu nehmen, um im Gegenzug für ihre Freilassung das Diebesgut zurückzuerhalten. Diesmal jedoch, als er den Befehlshaber Kalaniopuu ins Beiboot bugsieren wollte, regte sich Widerstand am Strand. Die Hauptfrau des Herrschers begann, laut zu wehklagen, zwei seiner Untergebenen klammerten sich an seine Arme und hielten ihn zurück.
Schließlich machte Kalaniopuu selbst Anstalten, sich Cooks Drängen zu widersetzen. Obgleich der Kapitän und sein hawaiianischer Gastgeber in den Wochen zuvor freundschaftlichen Umgang gepflegt hatten, eskalierte die Situation innerhalb weniger Sekunden, da sich am Strand die Nachricht verbreitete, die Briten hätten am anderen Ende der Bucht einen Distriktchef getötet.
Als in dieser aufgeladenen Situation die Bogen gespannt und erste Pfeile auf Cook gerichtet wurden, feuerte der Kapitän zunächst mit Schrot in die dichte Menge. Da diese sich aber nicht einschüchtern ließ, schoss Cook kurz darauf eine tödliche Kugel aus seiner Flinte ab, diese traf allerdings irrtümlich einen hochrangigen Anführer.
Als Cook sich nunmehr hilfesuchend nach der mit Marinesoldaten besetzten Schaluppe umschaute, die allerdings viel zu weit entfernt war, um dem bedrohten Kapitän zur Hilfe zu eilen, traf ihn ein Keulenschlag und Sekunden später ein tödlicher Dolchstich.
Der Ort, an dem James Cook am 14. Februar 1779 getötet wurde, ist seit 1874 durch einen Obelisken markiert (Stich, 19. Jahrhundert). · Foto: akg-images / Collection Dupondt
Bootsmaat Zimmermann wurde 1781 in seinem kleinen Büchlein „Reise um die Welt mit Capitain Cook“ recht emotional: „Der Verlust des Capitains setzte die ganze Mannschaft in die gröste Bestürzung, alles war voll Schrecken und Traurigkeit.“ Dazu mag beigetragen haben, dass Cooks Leichnam von seinen Männern am Strand von Kealakekua nicht geborgen werden konnte, sondern unter den bedeutendsten Befehlshabern Hawaiis aufgeteilt wurde, um sich das mana eines so mächtigen Mannes einzuverleiben.
In Europa trug das Bild von Captain Cook als „Opfer von Kannibalen auf Hawaii“ dazu bei, in James Cook nicht nur den großen Seefahrer, sondern auch den Helden einer Tragödie zu sehen. Charles Clerke notierte unmittelbar nach dem tragischen Zusammenprall, bei dem auch 26 Hawaiianer und vier weitere britische Seeleute ums Leben gekommen waren, sehr viel nüchterner: „Es spricht vieles dafür, dass die Eingeborenen sich anders verhalten hätten, wenn Captain Cook nicht unglücklicherweise als erster geschossen hätte.“
Literatur
Georg Forster, James Cook, der Entdecker und Fragmente über Captain Cooks letzte Reise und sein Ende. Herausgegeben von Frank Vorpahl. Frankfurt 2008.