Es ist ein höchst prosaischer Neubau in der Dortmunder Fußgängerzone, in dem das Apotheken-Museum residiert. Hinter der gläsernen Eingangstür in der vierten Etage aber beginnt die Zeitreise: Historische Verkaufsräume, ganze Labors, Vorratsräume, kunstvoll gestaltete Aufbewahrungsgefäße und hölzerne Giftschränke – die abenteuerliche Vergangenheit der Apotheke hat man hier buchstäblich begehbar und be-greif-bar vor sich.
Es war die Begeisterung für die Pharmazie, die den Wittener Medikamentenhersteller Julius Ausbüttel vor 75 Jahren dazu trieb, erste historische Gegenstände zusammenzutragen. Standgefäße für pharmazeutische Substanzen, Mörser zum Zerkleinern, Maschinen zur Herstellung von Tabletten oder Salben – was damals bei der Modernisierung von Apotheken häufig auf den Müll wanderte, das begann Ausbüttel zu sammeln. Er verlieh es an Apotheker, die damit den einen oder anderen nostalgischen Akzent in ihrem Schaufenster setzen wollten.





