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Versunkenes und Verwandeltes
Nach der französischen Besatzung 1814 begann für Hamburg ein 100 Jahre währender wirtschaftlicher Aufschwung. In dieser Boomphase wurden viele – auch mittelalterliche – Bauten abgerissen. Der „Große Brand“ von 1842 und die Industrialisierung veränderten das Stadtbild dramatisch weiter. Den Wandel hielten zunächst Zeichner und Graphiker fest, ehe die Dokumentarfotografie aufkam.
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Bis zur massenhaften Nutzung der Fotografie seit etwa 1860/1870 spielten andere Medien die Hauptrolle in der Verbreitung von Bildern. Dies waren vor allem die Lithographie sowie der Stahlstich. In Europa war Hamburg sogar ein Zentrum der Lithographie, wirkten hier doch seit etwa 1830 zeitgleich Künstler, die dieses Druckverfahren auf Steinen meisterhaft beherrschten. Zu ihnen gehörten Mitglieder der Familie Speckter, die Gebrüder Suhr und der bald auch als Fotograf tätige Charles Fuchs (1803–1874). Die rasche Perfektionierung der Steindrucktechnik führte zu hoher Nachfrage, die über Jahrzehnte ein profitables Geschäft ermöglichte. Es war vor allem die Lithographie, die das Hamburg-Bild des 19. Jahrhunderts bis weit in dessen zweite Hälfte hinein bestimmte. Sie hatte den Vorteil, dass sowohl farbenprächtige Bilder als auch kostengünstige Schwarz-Weiß-Bilder angeboten werden konnten.
Um welche Motive handelte es sich dabei? Zum einen waren es Bilder, die die Folgen der in Hamburg erst 1814 endenden Franzosenzeit dokumentierten. Sie war mit Zerstörungen und umfassenden Beschädigungen im Stadtraum einhergegangen und löste in breiten Kreisen der Bevölkerung schmerzlich empfundene Verlustgefühle aus. Bilder der wichtigsten Gebäude und Plätze sollten hier Ersatz schaffen. Zudem etablierte sich im Bürgertum nach und nach ein historisches Bewusstsein für den eigenen Stadtstaat, verbunden mit Patriotismus im Geist der Aufklärung.
In diesem Sinn entstanden zahlreiche Motive, die eine „ideale Vergangenheit“ Hamburgs beschworen: Mittelalterliche Stadttore, die 1806 abgerissene Domkirche, die mächtigen frühneuzeitlichen Wallanlagen oder der alte Binnenhafen waren populäre Motive. Es gab aber auch aktuelle Bildbezüge, denn zahlreiche Bauten wie Kirchen und Klosteranlagen wurden bereits vor dem „Großen Brand“ von 1842 abgerissen, und die Jahrzehnte bis dahin markierten in der wachsenden Stadt einen beachtlichen Bauboom. Es gab neue repräsentative Straßen, wie Esplanade oder Neuer Jungfernstieg, die ebenso repräsentative Neue Börse als Zentralbau der Kaufmannsstadt, aber auch die zahlreichen Vergnügungsetablissements auf dem Hamburger Berg westlich der Stadt, der bald St. Pauli heißen sollte. All dies hielten die Zeichner, Lithographen und Stecher bildlich fest und verkauften die begehrten Blätter einzeln, in Alben oder als Mappenwerke.
Anfänge des „globalisierten Bilds“: Lithographien der Brandkatastrophe
Der „Große Brand“ vom Mai 1842 zerstörte etwa ein Viertel der Innenstadt, darunter herausragende Bauten wie zwei der fünf Hauptkirchen und das Rathaus. So furchtbar diese Katastrophe war – für die Hersteller von Lithographien und Stahlstichen gab es nun viel zu tun, sie konnten auf das Geschäft ihres Lebens hoffen. Denn groß war nicht nur die weltweite Unterstützung der schwer getroffenen Stadt; mindestens ebenso bedeutsam war der Wunsch nach Bildern von der Katastrophe und ihren Folgen.
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Die Steindruckereien arbeiteten auf Hochtouren, um den hohen Bedarf zu decken. Die erste Ausgabe der ersten illustrierten Zeitung der Welt, „The Illustrated London News“, brachte am 14. Mai 1842 auf der ersten Seite ein Bild der Skyline des brennenden Hamburg. Damit erfuhr ein Großteil des Empire – und damit die halbe Welt – erstmals von der Jahrhundertbrandkatastrophe. Das Zeitalter des globalisierten Bildes hatte begonnen.
In diese Richtung dachte wohl auch Hermann Biow (um 1804–1850), einer der ersten Fotografen Hamburgs. Denn unmittelbar nach dem Brand entschloss er sich, mit seiner schweren Kamera die Ruinenlandschaft der Stadt zu dokumentieren. So entstanden 46 Aufnahmen. Allerdings hatte Biow keinen Auftraggeber. Er bot seine in Hamburg neuartigen Bilder zwar dem Verein für Hamburgische Geschichte an, doch nach einem eingeholten „Fachgutachten“ lehnte dieser ab. Man zweifelte, dass diese Daguerreotypien, speziell präparierte Unikatfotos, auf Dauer haltbar seien.
Aufgrund dieser fatalen Fehleinschätzung konnte die Bildserie nicht zusammengehalten werden. Bis heute ist das Schicksal der meisten dieser Aufnahmen Biows unklar; nur drei von ihnen sind heute bekannt und in öffentlichen Sammlungen zugänglich: Die Aufnahme mit der Neuen Börse inmitten von Ruinen sowie die Darstellung der zerstörten Hauptkirche St. Nikolai im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg und die heute ikonischen Ruinenfelder an der Binnenalster, vom Dach der Börse aufgenommen, im Museum für Hamburgische Geschichte.
Biows Bilder gelten als epochal, denn erstmals überhaupt wurde eine Katastrophe fotografisch festgehalten. Finanziell war dieses Engagement für ihn wohl weniger einträglich, seinem eigenen und dem Erfolg der Fotografie insgesamt tat dies jedoch keinen Abbruch. Indem er zahlreiche Prominente von Alexander von Humboldt bis zum preußischen König Friedrich Wilhelm IV. oder Mitglieder der Frankfurter Nationalversammlung porträtierte, zählte Biow bald zu den ersten Größen einer sich rasch etablierenden deutschen Fotografenszene.
Neue Fototechniken setzen die Industrialisierung in Szene
In Hamburg, wie auch andernorts, behielt zunächst die Lithographie weiterhin die bildliche Oberhand. Und Hamburger Stadtansichten auf kostspieligen Daguerreotypien blieben weiter die Ausnahme. Erst mit der Einführung neuer technischer Verfahren seit 1850 änderte sich dies schrittweise. Entscheidend war dabei, dass man nun von Glasplatten nicht mehr nur ein einziges Bild, sondern theoretisch viele Papierabzüge herstellen konnte, die rasch einen hohen technischen Reifegrad erreichten. Somit war der Weg frei für den Boom nicht nur der Porträt-, sondern nunmehr auch der Stadtbildfotografie.
In Hamburg setzte dieser Boom etwa Mitte der 1850er ein. Einer seiner frühesten Vertreter war der bereits genannte Charles Fuchs. Allerdings nutzte Fuchs mit der Kalotypie (Talbotypie) ein anderes Herstellungsverfahren als die meisten seiner Berufskollegen. Diese Negativtechnik ermöglichte zwar unendlich viele Papierabzüge eines Motivs. Das Verfahren erzeugte jedoch nur grobkörnige Bilder und erreichte kaum die Tiefenschärfe und Brillanz, welche die Kunden nun von Fotografien erwarteten. Fuchs ließ zudem zahlreiche seiner Fotos kolorieren, so dass wieder Unikate entstanden. Die besten unter ihnen faszinieren noch heute; sie bieten frühe Aufnahmen markanter Bauten des Hamburger Stadtraums, wie etwa den Bauhof, konnten sich aber auf dem Markt, wohl vor allem aus Kostengründen, nicht durchsetzen.
Vorherrschend wurden Glasplattenabzüge auf speziellem Fotopapier (Albumin), das die gewünschten Eigenschaften von Bildschärfe und Brillanz für Stadtbildfotografie mitbrachte. Zur ersten Generation, die die neue Reproduktionstechnik des Kollodiumverfahrens seit den 1860er Jahren in Hamburg nutzte, gehörte eine Reihe herausragender Fotografen, von denen die Hamburger Georg Koppmann (1842–1909) und Johann Heinrich Strumper (1843–1913) die produktivsten und auch erfolgreichsten waren. Sie übernahmen nun nach und nach von den Lithographen, Stechern und Zeichnern die Deutungshoheit über die bildliche Darstellung der Stadt.
Die Entwicklung neuer fotografischer Techniken war Teil der Industrialisierung, die bis dahin ungekannte und geradezu dramatische Veränderungen auf allen Ebenen nach sich zog. Das betraf vor allem die urbanen Räume. Hafenstädte wie Hamburg, als wichtige Treiber der frühen Globalisierung, waren davon besonders betroffen. Das Stadt- und Hafenbild wandelte sich so schnell und gründlich, dass die Bauverwaltung beschloss, diese Veränderungsprozesse mit der Kamera festzuhalten. Darin bestärkt wurden ihre Vertreter fraglos nach dem Besuch der Wiener Weltausstellung 1873. Hier konnten sie sehen, wie Paris in einem eigenen Pavillon stolz die epochalen baulichen Veränderungen der letzten beiden Jahrzehnte im eigenen Stadtbild fotografisch präsentierte.
Koppmann hält den Wandel im Stadtbild im Behördenauftrag fest
Vielleicht auf dieser Grundlage beschloss die Hamburger Bauverwaltung während der Sitzung am 22. Januar 1874 folgenden Grundsatz: „In Zukunft bei allen größeren oder besonders interessanten Umgestaltungen von Bauwerken, Straßenanlagen, Wasserbauten u.s.w. photographische Aufnahmen sowohl des alten wie des neuen Zustands beschaffen zu lassen, und solche Photographien im Sitzungszimmer der Bau-Dep[utation]. aufzubewahren“.
Diese Aufgabe übernahmen professionelle Fotografen. Ihr wichtigster Vertreter im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wurde Georg Koppmann. Der gelernte Schlachter war seit 1865 mit einem eigenen Atelier in Hamburg, in den Jahren um 1870 auch in anderen deutschen Städten, wie Hildesheim oder Erfurt, erfolgreich tätig und wurde auf der Wiener Weltausstellung hoch dekoriert. Zudem hatte er einen entscheidenden Förderer in der Bau-Deputation: den Hamburger Oberingenieur Franz Andreas Meyer (1837–1901). Meyer wiederum prägte durch seine zahlreichen Bauentwürfe das Bild des neuen Hamburg im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts maßgeblich mit. So hatte er nicht nur ein institutionelles, sondern wohl auch ein persönliches Interesse daran, dass der Stadtbild-Wandel zur Zeit seines Wirkens fotografisch festgehalten wurde. In Georg Koppmann fand Meyer den kongenialen Umsetzer. Dieser war zwar nicht der einzige für die Bauverwaltung tätige Fotograf, aber doch der mit Abstand produktivste.
Georg Koppmanns Arbeit für den Staat erfolgte auf Honorarbasis. Sie machte zwar nur einen kleinen Teil seines jährlichen Umsatzes aus, war aber mit enormem Prestige versehen. Er hatte das Recht, auf den Bildträgern den Auftraggeber zu vermerken („Aufgenommen im Auftrag der Bau-Deputation Hamburg“), und durfte diese Aufnahmen dann auch kommerziell weiterverwerten. Von besonders wichtigen, gängigen oder populären Motiven und Ereignissen ließ er repräsentative Mappenwerke anfertigen. Nicht zuletzt verbreitete er seine Hamburg-Motive durch Postkarten, so wie das zahlreiche andere Fotografen der Zeit auch taten.
Die Hamburg-Fotografien Koppmanns für die Bauverwaltung entstanden nicht zufällig, sondern folgten jeweils relativ engen Vorgaben. Allerdings verblieben ihm offensichtlich gewisse Freiheiten, so dass am Ende zahlreiche meisterhafte Bildkompositionen sowohl dokumentarischen Ansprüchen als auch einer künstlerischen Bildsprache gerecht wurden. Im Lauf der nächsten dreieinhalb Jahrzehnte entstand ein mehrere tausend Aufnahmen umfassendes Werk, das bis zuletzt dem Grundsatz folgte, „Aufnahmen sowohl des alten wie des neuen Zustands“ zu erstellen.
Dokumentation des Vergangenen, „In-Szene-setzen“ des Neuen
Besondere Bedeutung erlangten dabei großflächige Neubauareale, die massiv in die vorhandenen städtischen Strukturen eingriffen. Von überragender Bedeutung war der Abriss der dichtbebauten Wohn- und Arbeitsviertel auf der langgestreckten Kehrwieder- und der Wandrahm-Insel seit 1883. Hier lebten etwa 20 000 Menschen in mehr als 1000 Häusern und Speichern. Die meisten waren einfache Handwerker und Arbeiter, die sich nun eine neue Bleibe suchen mussten.
Nach dem vollständigen Abriss dieser teils auch architekturgeschichtlich bedeutsamen Bauten entstand hier der größte Lager- und Speicherkomplex der Welt. Den 1888 fertiggestellten ersten Bauabschnitt dieser „Speicherstadt“ weihte der erst seit wenigen Monaten amtierende Kaiser Wilhelm II. höchstpersönlich ein. Das hatte gute Gründe. Denn in dem Jahr verlor Hamburg (wie auch Bremen) seine Zollhoheit und wurde als letzter Gliedstaat vollwertiges Mitglied im Deutschen Zollverein. Als Entschädigung für die beachtlichen finanziellen Verluste erhielt Hamburg ein Freihafenareal, in dem weiterhin zollfrei Waren umgeschlagen und gelagert werden konnten. Die bald so genannte Speicherstadt war, neben zahlreichen künstlichen Hafenbecken, dessen zentraler Teil.
Neben anderen Fotografen schuf vor allem Georg Koppmann mit seinen Aufnahmen des Alten und Neuen hier herausragende Bilddokumentationen und setzte damals neue Maßstäbe im Bereich der fotografischen Darstellung technischer Innovationen: Die perfekte Inszenierung des Maschinenraums der elektrischen und hydraulischen Zentralstation der Speicherstadt, damals geradezu futuristisch anmutend, weist zugleich den Weg in die zukünftige Bildsprache des Expressionismus der 1920er Jahre. Sie zeugte vom Ingenieur- und Technikerstolz und nicht zuletzt vom unbegrenzten Fortschrittsglauben. Entsprechend setzte Koppmann auch das Gebäude der Zentralstation mit ihren beiden Schornsteinen geradezu als Kathedrale des Fortschritts ins Bild. Insbesondere dieser Aspekt spielte in der Selbstdarstellung von Metropolen wie Hamburg zu dieser Zeit eine herausragende Rolle.
Trotz der Neubebauung der Kehrwieder- und der WandrahmInsel mit der Speicherstadt bildeten die Hamburger Gängeviertel der südlichen Alt- und der Neustadt weiterhin einen der größten zusammenhängenden Fachwerkbaukomplexe Deutschlands. Doch auch die meisten von ihnen setzte die Bauverwaltung nach und nach auf die Abrissliste. Dies war ein Grund, weshalb so viele dieser teils bizarren, teil romantisch-verwinkelten, aber überwiegend höchst unhygienischen Gebäudelabyrinthe mit dunklen und engen Hinterhöfen im Bild festgehalten worden sind.
Als Postkarten, als Leporellos oder als aufwendige Mappenwerke waren sie ebenso Verkaufshits wie ein eng damit zusammenhängendes weiteres typisches Hamburg-Motiv: die zahlreichen das historische Zentrum durchziehenden Kanäle (hier Fleete genannt), wie sie etwa durch Johann Heinrich Strumper meisterhaft in Szene gesetzt wurden. Neben den Straßen waren dies die Lebensadern der Stadt. Aus den umliegenden Landgebieten kamen Flachboote (vornehmlich Ewer), mit Lebensmitteln beladen, und versorgten von der Elbe über den Hafen einfahrend direkt die vielen Märkte Hamburgs. Derartige Szenarien waren für Touristen, glaubt man den zeitgenössischen Reiseführern, eine Attraktion, die sich auch
für die Fotografen vor Ort lohnte.
Ganz ähnlich stand es aber auch mit den zahlreichen Neubauten der sich um 1900 herausbildenden City: Das 1897 eröffnete Rathaus, der 1906 eingeweihte Hauptbahnhof, die 1912 fertiggestellte Mönckebergstraße und der in demselben Jahr nach einem Brand wiederaufgebaute „Michel“ waren gefragte
Fotomotive, die nicht zuletzt den Reichtum und die Leistungsfähigkeit dieser Boomtown unter Beweis stellten.
Das Herz der Stadt: Hafenmotive zeigen eine selbstverständliche Weltoffenheit
Und schließlich der Hafen: Er war mit Abstand nicht nur der größte deutsche Umschlagplatz, sondern gehörte um 1900 neben New York und London zu den weltweit bedeutendsten Häfen und Industriestandorten. Mit seinen modernen und innovativen Anlagen sowie seiner enormen Leistungsfähigkeit war er der Motor des wirtschaftlichen Erfolges der Stadt und bildete nicht zuletzt symbolisch Deutschlands Tor zur Welt. Der Hafen bot aber auch das größtmögliche Kontrastprogramm zu den engen und mittelalterlich anmutenden Gängevierteln in seiner unmittelbaren nördlichen Nachbarschaft. Und so erstaunt es wiederum kaum, dass es dieser städtische Raum war, der wie kein anderer so oft und von so vielen Fotografen bildlich festgehalten wurde.
Hafenmotive sämtlicher Art zählten zum Portfolio jedes Hamburger Fotostudios und zahlreicher von außen kommenden Fotografen. Sie waren im Verkauf eine sichere Bank, gehörten aber auch zum Selbstverständnis und zur Selbstdarstellung der Stadt. Hafenmotive finden sich daher schon von Anfang an auf Bildpostkarten. Mit dem Wandel der Hafenanlagen und der Schiffstypen änderten sich aber auch die Fotomotive: Waren zunächst der Niederhafen, die Straße Vorsetzen und der Jonashafen mit den berühmten Mastenwäldern der Segelschiffe höchst beliebt, so standen später unter anderem die weltweit größten Schiffe der Hamburg-Amerika-Linie im bildlichen Fokus. Letztere, in den zahlreichen neuartigen illustrierten Zeitungen abgebildet und euphorisch kommentiert, sagten freilich mehr über die deutschen Weltmacht-Sehnsüchte aus als über die herausragenden Fähigkeiten der Arbeiter und Ingenieure auf Hamburgs Werften.
Heute besitzt das Staatsarchiv Hamburg mit etwa einer Million Fotos den größten Bestand an Hamburg-Bildern. Der überwiegende Teil ist noch nicht zugänglich. Daneben verfügen auch das Museum für Hamburgische Geschichte, das Altonaer Museum, das Museum für Kunst und Gewerbe, die Staatsbibliothek sowie die Geschichtskontore über umfangreiche graphische und fotografische Bildbestände zum Thema Hamburg.
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