In seiner mikrohistorischen Studie geht Tobias Kies den Motivationen der Widerständigen detailliert nach und zeigt einleuchtend das Aufeinanderprallen eines traditionellen, an einer bäuerlichen Selbstverwaltung orientierten Wertsystems mit den Modernisierungsbestrebungen von Staat und Kirche. Im einzelnen untersucht er die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse ebenso wie die Lebenswelt der „Salpeterer“ und ihre religiösen Überzeugungen, ihre Behandlung durch die Obrigkeit und die öffentliche Kommunikation ebenso wie das Weiterleben der Geschichte der Salpeterer als Mythos.
Rezension: Talkenberger, Heike





