Reinhardt blickt in kurzen, glänzend geschriebenen Kapiteln anhand zentraler Bauwerke, Bilder oder Dichtungen bzw. einzelner Persönlichkeiten auf die kulturelle Entwicklung Italiens vom 11. bis zum 21. Jahrhundert. Der Leser erfährt, wie es Venedig durch ein ausgeklügeltes Prinzip von „check and balances“ gelang, als einzige Herrschaft die Republik zu bewahren und in seinem Dogenpalast dem Bürger Offenheit und Transparenz zu suggerieren. Oder man befindet sich im 20. Jahrhundert zwischen futuristischer Malerei, faschistischer Architektur und neorealistischem Film, der mit suggestiven Bildern die Lebensrealität der einfachen Menschen einfangen wollte. Fazit: Das Buch bietet ein Bildungserlebnis und Lesevergnügen zugleich!
Rezension: Dr. Heike Talkenberger
Volker Reinhardt
Die Macht der Schönheit
Kulturgeschichte Italiens
Verlag C. H. Beck, München 2019, 651 Seiten, € 38,–





