Sein Fazit: Roms Schicksal wurde nicht nur von Kaisern und Barbaren, Senatoren und Heermeistern, Soldaten und Sklaven bestimmt, sondern ebenso durch Bakterien und Viren, Vulkanausbrüche und Sonnenzyklen. Selbst in den besten Zeiten des „klimatischen Optimums“ zwischen 200 v. Chr. und etwa 150 n. Chr. waren die Reichsbewohner zwar meist gut ernährt und vermehrten sich, starben aber auch ohne flächendeckende Seuchen in der Regel früh, oft an Darminfektionen oder an der Malaria – die römische Welt war ein „durch und durch von Mikroorganismen durchsetztes Ökosystem“. Als das günstige feucht-warme Klima auslief, kamen reichsweite Pandemien, die das Gesamtgefüge erheblichem Stress aussetzten.





