Das Ziel seiner Gorbatschow-Biographie sieht Lozo darin, der deutschen Leserschaft deutlich zu machen, wie aus dem „einstigen Bauernjungen aus dem Nordkaukasus … einer der größten Reformer des 20. Jahrhunderts wurde“. Während Gorbatschow als letzter Leninist im Kreml den Sozialismus und das Sowjetimperium an die Erfordernisse des 21. Jahrhunderts anpassen wollte, musste er erleben, wie er durch die in Angriff genommene Demokratisierung und die damit voranschreitenden Polarisierungsprozesse ins Kreuzfeuer reaktionärer sowie radikaldemokratischer Kräfte geriet. So wurde er seit 1989 zunehmend vom Antreiber zum Getriebenen.





