Unser erstes Ziel ist das rumänische Timis‹ oara (Temešwar), die Hauptstadt des Banats. In einem ausgedehnten Rundgang werden wir die Altstadt von „Klein Wien“ kennen-lernen. Dabei zeugt die Vielfalt der Kirchen von der multikulturellen Geschichte des Ortes. Der Domplatz wird von schönen barocken Gebäuden gesäumt. Zahlreiche Kaffeehäuser sorgen für ein gemütliches Flair. Im Freilichtmuseum vor den Toren der Stadt sind 30 Banater Häuser originalgetreu wiederaufgebaut worden.
Von Timis‹ oara geht es nach Lenauheim, wo wir das Geburtshaus des Dichters Nikolaus Lenau (1802–1850) besichtigen, in Sânnicolau Mare (Groß Sankt Nikolaus) wurde der Komponist Béla Bartók (1881–1945) geboren. An der historischen Grenze zwischen dem Banat und Sieben‧bürgen liegt die Stadt Arad, deren sehenswertes Zentrum mit dem großen Rathausplatz wir besichtigen.
Am vierten Tag bleiben wir zwar im Banat, verlassen aber dessen heute rumänischen Teil und fahren weiter nach Serbien. Auf dem Weg nach Vršac (Werschetz) besuchen wir die donauschwäbischen Kolonistendörfer Liebling und Detta. In Vršac werden wir den sehr gut erhaltenen historischen Stadtkern besichtigen. Einmal mehr beeindruckt die vielfältige Kirchenlandschaft. Übernachtung und weitere Besichtigungen in Zrenjanin (Groß Betschkerek). In Knic´ anin (Rudolfsgnad) wurde 1945 ein Lager für Volksdeutsche eingerichtet. Von den rund 33000 Insassen starben mehr als ein Drittel infolge der katastrophalen Lebensbedingungen. Ein Mahnmal erinnert an die Toten.
In die Zeit der Türkenkriege führt uns die Besichtigung der gewaltigen Festungsanlage von Petrovaradin (Peterwardein) die sich malerisch hoch über der Donau erhebt. Von der Festung aus erblickt man bereits das Ziel des sechsten Reisetages: Novi Sad (Neusatz), die Hauptstadt der serbischen Provinz Vojvodina, die wir tags darauf besichtigen werden. Dabei sehen wir unter anderem die serbische Metropolitankirche, das alte Serbenviertel und die katholische Kirche. Weiterfahrt nach Sremski Karlovci (Karlowitz), dem Ort des Friedenschlusses von 1699, mit Besichtung der Kirche Maria Schnee.
Am achten Tag verlassen wir Serbien und fahren weiter nach Kroatien. Auf dem Weg sehen wir in der Region Batschka wieder viele deutsche Ansiedlungsdörfer (Hodschag, Batsch Brestowatz, Werbas). Sombor gehört noch zu Serbien. Hier war im 18. Jahrhundert der Sitz der Ansiedlungskommission für die Einwanderer aus dem deutschsprachigen Raum.
Kultur- und Naturerlebnis vereinen wir bei der Besichtigung von Osijek (Esseg), dem historischen Zentrum Slawoniens. Interessant sind hier die vielen Bauten des 19. Jahrhunderts, die an die gleichzeitige Architektur in Wien oder Budapest erinnern. Im Kroatien-Krieg (1991–1995) war die Stadt heftigem serbischem Beschuss ausgesetzt. Vor der Stadt liegen die Donauauen, das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet Europas.





