Seit 1997 wurde das Projektgelände stetig in eine Heidelandschaft des Neolithikums verwandelt. Grundlage für die Umgestaltung sind die gemeinsamen Forschungen mit der Universität Kiel. Archäologie und Ökologie gehen Hand in Hand, sodass ein fundiertes Leitbild zur Umwelt Schleswig-Holsteins und ihrer Prägung durch den Menschen vor 5000 Jahren vorliegt. Statt ausgedehnter Ackerflächen beherrschten kleine mühsam offen gehaltene Felder das Bild. Im Rotationsprinzip rodete man Flächen, die nach einer Phase des Ackerbaus als Weide dienten, woraufhin, während einer mehrjährigen Brache, der Niederwald wieder von ihnen Besitz ergriff. Die Siedlungen bildeten darin nur versprengte Rodungsinseln.
Zentrum des Steinzeitparks ist ein rekonstruiertes Dorf der Trichterbecherkultur. Die Gebäude sind in unterschiedlichen Bauweisen nach dem Vorbild von Grabungsbefunden aus ganz Norddeutschland errichtet worden. Im Albersdorfer Archäologiepark dienen sie nicht dem Wohnen, sondern der experimentalen Archäologie. Neben den Wissenschaftlern können auch Besucher hier die Küche, die Webkunst und den Wohnkomfort der Trichterbecherkultur erforschen. Innerhalb der Siedlung werden alte Haustierrassen, wie das Vielhornschaf, gehalten, die angesichts moderner Hochleistungs-Züchtungen von großer ökologischer Bedeutung sind. Die auf den umliegenden Ackerflächen angebauten Früchte orientieren sich ebenfalls an archäologischen Erkenntnissen, neben Getreide, wie Emmer standen vor allem Hülsenfrüchte auf dem Speisezettel der Trichterbecherzeit.
Auf dem Areal des Steinzeitparks befinden sich nicht zuletzt herausragende Fundstellen der Region, darunter Großstein- und Hügelgrabanlagen. Sie zeigen trotz der Einblicke in den neolithischen Alltag, wie faszinierend-rätselhaft die Vorstellungswelt dieser Menschen bleibt.





