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Von Eroberern zu Sklaven
Während der Expansion des Islam waren im 9. Jahrhundert auch zahlreiche Muslime nach Sizilien eingewandert. Als im 11. Jahrhundert die Normannen die Insel und Süditalien eroberten, gliederten sie die Andersgläubigen in ihr Reich ein. Das Zusammenleben funktionierte relativ gut, bis König Karl II. von Anjou ihm ein…
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Im Herbst 1300 quittierte der König Süditaliens, Karl II. von Anjou (1285 –1309), in Neapel den Erhalt von 444 Muslimen. Sie waren aus der Stadt Lucera in Apulien überführt worden. Dort hatten sie zuvor unter ihresgleichen im christlichen Königreich gelebt und ihre Religion frei ausgeübt. Doch nun wurden die süditalienischen Muslime von den Christen versklavt und in alle Winde zerstreut. Von sechs Sklaven konnte der königliche Beauftragte nur die abgeschnittenen Ohren vorzeigen – zum Beweis, dass sie unterwegs gestorben waren. Es war das Ende einer 500-jährigen bedeutsamen Präsenz von Muslimen im Zentrum des Mittelmeerraumes.
Seit dem 9. Jahrhundert hatte der Islam eine zentrale Rolle auf Sizilien und in Süditalien gespielt. Beginnend im Jahr 827, hatten Araber, Berber, subsaharische Afrikaner und südosteuropäische Sklaven aus Nordafrika und al-Andalus (dem islamischen Spanien) Sizilien erobert. Die Insel, bis dahin byzantinisch, wurde also von der Expansion des Islam erfasst. Diese hatte in weniger als 100 Jahren nach Mohammeds welthistorischem Auszug von Mekka nach Medina im Jahr 622 (der sogenannten Hedschra) Landstriche vom Ebro bis zum Indus geprägt. Wie zuvor schon die Iberische Halbinsel, wurden bald auch wesentliche Teile Siziliens arabisiert und islamisiert. Allerdings verblieb eine erhebliche Anzahl griechischer Christen.
Im 11. Jahrhundert kamen dann neue Eroberer auf die größte Mittelmeerinsel: christliche Krieger, überwiegend aus der nordfranzösischen Normandie. Zeitnah zur normannischen Eroberung Englands suchten sie im Süden Reichtum, Macht und Ehre. So gerieten die Muslime Siziliens unter christliche Herrschaft. Wie sich zeigte, duldeten die wenigen tausend normannischen Eroberer die zahlenstarke muslimische Bevölkerung. Die Muslime durften ihre Religionsausübung und ihr internes Recht weitgehend beibehalten, solange sie sich der christlichen Herrschaft und ihrer Besteuerung unterwarfen. Die demographischen Gewichte verschoben sich allerdings zuungunsten der Muslime. Zahlreiche lateinische Christen wanderten zu, und im Jahr 1130 vereinte die führende Normannendynastie die Insel Sizilien mit dem süditalienischen Festland zum sogenannten Königreich Sizilien.
Schon Friedrich II. lässt einen Großteil der Andersgläubigen nach Apulien deportieren
Nachhaltig beschädigt wurde die Koexistenz aber erst, als der Stauferkaiser Friedrich II. (seit 1198 König von Sizilien, seit 1212 römisch-deutscher König und von 1220 bis zu seinem Tod Kaiser des römisch-deutschen Reiches) auf die sizilischen Normannenkönige folgte. Dieser von Walther von der Vogelweide als großzügig besungene Herrscher, „das Staunen der Welt“, ließ 1223/24 und 1246/47 den Großteil der Muslime Siziliens deportieren, da sie gegen ihn rebelliert hatten.
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Sie mussten nach Apulien übersiedeln, mit einem Schwerpunkt in der bereits genannten Stadt Lucera. Hier wurden sie schnell erneut zu treuen Anhängern ihres ehemaligen Gegners. Sie trugen zur Vielfalt des Königreichs bei und wurden in die große Politik des damaligen Europa involviert. Erst im Jahr 1300 endete diese Epoche italienischer Geschichte in einem Fanal, als Karl II. von Anjou, als Herrscher ein Nachfolger der Staufer, die Muslime abrupt versklavte.
Heute zeugen nur noch wenige Spuren von der Bedeutung der süditalienischen Muslime. Dafür hat die zweimalige Vertreibung gründlich gesorgt. So denkt man bei christlich-muslimischen Begegnungen im Mittelalter eher an die Kreuzzüge und an Spanien als an Süditalien. Wer aber in Palermo einen Zitronenlikör trinkt und im hohen Halbdunkel der Cappella Palatina die Holzdecke im fatimidischen Stil bewundert, kann die Errungenschaften der bewässerungsintensiven Landwirtschaft und des raffinierten Handwerks der Muslime erahnen. Und wer den Krönungsmantel des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation in der Wiener Schatzkammer genau betrachtet, wird die arabische Inschrift am Saum entdecken; schließlich entstand diese Insignie der Kaiser des „christlichen Abendlands“ im Sizilien des 12. Jahrhunderts unter muslimischer Beteiligung.
Geregeltes Zusammenleben mit einem klar definierten Rechtsstatus
Hinter den wenigen Spuren liegt also eine Geschichte verborgen, die gemeinhin nicht unbedingt mit dem Mittelalter assoziiert wird. Gemeint ist die selbstverständliche Zugehörigkeit des Islam zu dem, was heute Europa ist – wenn auch insbesondere zum mediterranen Süden. Die wissenschaftliche Erforschung dieser Geschichte hat sich angesichts der politischen Weltlage in den vergangenen Jahrzehnten intensiviert. Neben Geschichts- und Islamwissenschaft hat daran auch die Archäologie wesentlichen Anteil. So wurde beispielsweise 2012 an der Außenmauer einer ehemaligen christlichen Kathedrale nahe Lucera eine Bestattung im islamischen Stil mit Blick nach Mekka entdeckt – eine Sensation auf dem italienischen Festland.
Wie also gestaltete sich das Leben der Muslime im christlichen Süditalien des Mittelalters? Wie stand es um das alltägliche interreligiöse Verhältnis? Für die Lebensbedingungen der religiösen Minderheit war zuallererst ihr Rechtsstatus entscheidend: Die Muslime waren christlicher Schutzherrschaft unterworfen. Ihre Religionsausübung konnte öffentlich in (Freitags-)Moscheen und auf Gebetsplätzen stattfinden. Vielerorts erschallte der Gebetsruf, was durchreisende andalusische Muslime 1184 freudig vermerkten. Zum Fastenbrechen am Ende des Ramadan beobachteten jene Reisenden eine lautstarke Prozession, ohne dass die Christen an Getrommel und Trompetenschall Anstoß genommen hätten.
Nach den Deportationen auf das süditalienische Festland konnten die Muslime sogar eine christliche Bischofsstadt islamisieren: Der Stauferkaiser Friedrich II. ließ sie in Lucera eine Freitagsmoschee errichten. Der christliche Bischofssitz musste „an einen weniger schicklichen Ort“ vor den Mauern weichen. Auch mehrfache Umwidmungen oder Umgestaltungen von Gebetsstätten waren nichts Ungewöhnliches. Nach der Versklavung der Muslime 1300 wurde in Lucera wieder eine Kathedrale erbaut. Nur die angrenzenden Straßenachsen lassen heute noch erahnen, dass am selben Ort zuvor die nach Mekka ausgerichtete Moschee gestanden hatte.
Solange die süditalienischen Muslime unter sich waren, galten in ihrem Rechtsleben weite Teile der Scharia. Allerdings hatte der interreligiöse Kontakt offenbar Abweichungen wie den Konsum von Schweinefleisch salonfähig gemacht. Vom christlichen Herrscher geduldete Kadis wirkten als Richter des sunnitischen Religionsrechts. Waren jedoch Christen in Rechtsfälle involviert, übernahmen deren Autoritäten. Neben den Kadis hatten die Muslime noch weitere interne Autoritäten, zum Beispiel Marktaufseher.
Den Schutz der christlichen Herren für Religionsausübung und Recht, für Leben und Besitz der Muslime hatten diese durch Leistung der gisia genannten Kopfsteuer abzugelten. Sie entsprach offensichtlich der Zahlung, die christliche und jüdische Schutzbefohlene in muslimischen Reichen zu leisten hatten.
Konversionen zwischen den Religionsgruppen fanden in beide Richtungen statt. Die Übertritte zum Christentum überwogen dabei bei weitem. Dies lag gewöhnlich weniger an offenem Konversionsdruck als an den Vorteilen, die die Zugehörigkeit zur dominierenden Religionsgemeinschaft verhieß. Dementsprechend gab es in Süditalien wohl eine arabisch-christliche Liturgie. Entsprechendes kennt man von den Mozarabern: Christen, die unter arabischer Herrschaft in Spanien lebten. Überhaupt existierte eine große Bandbreite zwischen den und innerhalb der Religionsgemeinschaften: Es gab zum Teil unterschiedliche Zugehörigkeiten in ein und derselben Familie sowie Kryptomuslime. Diese nur scheinbar Konvertierten hingen weiterhin mehr oder weniger offen dem Islam an. Auch gehörten Muslime verschiedenen Ethnien an – so bewohnten in Lucera noch Ende des 13. Jahrhunderts Berber ein eigenes Viertel am Stadtrand, das ärmlicher war.
Auch Schwarze, augenscheinlich aus Afrika, lebten in Süditalien. Der prominenteste von ihnen war Johannes Morus, Sohn einer Sklavin, der zum Christentum konvertierte und Karriere machte: 1239 wurde er von Friedrich II. zum Vorsteher der gesamten Finanzverwaltung des Stauferreiches erhoben. 1254 errang Johannes sogar den Grafentitel und die Hand einer christlichen Adligen, bevor ihn seine muslimischen Gefolgsleute in einem Konflikt um das Staufererbe ermordeten.
Sprachlich herrschte ebenfalls Vielfalt: Sozial höherstehende Muslime Süditaliens und solche mit regelmäßigem Kontakt zu Christen beherrschten offenbar neben dem Arabischen die italienische Volkssprache. Einige Muslime trugen sogar parallel entsprechende Namen zur Erleichterung des Verkehrs mit Christen. Aber auch viele griechische Christen auf Sizilien waren zweisprachig. Umfassend hatten die dortigen Juden das Arabische angenommen und hielten es noch bis ins 15. Jahrhundert lebendig. Bis heute finden sich im Sizilianischen viele Arabismen.
Vielfältige Verflechtungen: Manche Muslime steigen sogar am Hof auf
Die markantesten Unterschiede zwischen verschiedenen Muslimen waren aber sozialer und räumlicher Art: Ein Teil lebte auf dem Land, ein weiterer in Städten, wieder andere am Königshof. Die zahlenstarke muslimische Landbevölkerung hatte Sizilien mit Pflanzen, die im damaligen Europa rar und teils ausgesprochen luxuriös waren, einer „grünen Revolution“ unterzogen: Safran, Pastell und Indigo, Datteln, Feigen, Zitronen und Limonen, der exquisite Rohrzucker sowie Baumwolle und Maulbeerbäume für die Seidenraupenzucht gediehen auf der Insel. Auch Papier gelangte über das hochmittelalterliche Sizilien ins nördlichere Europa. Kultiviert wurde all dies von Muslimen, die Hörige christlicher Grundherren waren.
Dagegen verlief das Leben der Städter in anderen Bahnen: Muslime waren dort insbesondere als Handwerker und Händler tätig. In Apulien genossen sie sogar erhebliche Handelsprivilegien; Lucera wurde zu einer von sieben Messestädten des Königreiches.
Die muslimische Stadtelite bestand aus religiösen und weltlichen Notabeln, von denen einige eine Mittlerrolle zum christlichen Königtum innehatten. Die Normannen- und Stauferherrscher respektierten dabei zunächst die bestehende muslimische Gesellschaftsordnung. Beispielsweise war im 12. Jahrhundert der vornehme Abu al-Qasim ibn Hammud, der erbliche Anführer der sizilischen Muslime, bei Hof tätig. Er verfügte über weitverzweigte Klientelnetzwerke, Verwandtschaft und Immobilienbesitz. Später fiel er allerdings in Ungnade und hatte zu erdulden, dass sein Vermögen konfisziert wurde.
Die Anjou-Herrscher installierten schließlich eine neue Elite nach christlich-feudalem Muster: Sie erhoben Muslime aus der Stadt Lucera zu Rittern. In höfischer Zeremonie gürteten sie diesen das Schwert um und verliehen ihnen Steuerfreiheit und Lehen. Dafür leisteten die muslimischen Ritter den Lehnseid auf den Koran und führten ihren christlichen Königen muslimische Truppen zu.
Solche muslimischen Söldner waren vor allem Bogenschützen mit durchschlagskräftigen Kompositwaffen. Sie dienten inmitten christlicher Heere. Schon Friedrich II. hatte mit ihnen in Ober- und Mittelitalien Krieg geführt. Dabei waren einmal sogar muslimische Krieger in das Kloster der Klara von Assisi eingedrungen, hatten aber auf dem Absatz kehrtgemacht, als sie erkannten, wo sie waren.
Allgemein bediente sich das sizilische Königtum zahlreicher muslimischer Höflinge. Die normannischen Emporkömmlinge orientierten sich an Byzanz und dem ägyptischen Fatimidenkalifat, den damals prägenden Imperien des Mittelmeerraums. So konnten auch auf Sizilien Eunuchen in den höchsten Regierungsrat aufsteigen; ein arabischer Zweig der Finanzverwaltung stand unter ihrer Leitung, sie führten Flottenunternehmen und hüteten die innersten Palastgemächer. Auch muslimische Gelehrte, Ärzte, Dichter und (Kunst-)Handwerker, Konkubinen, Musiker und Wachmannschaften dienten den christlichen Königen. Sie förderten die monarchische Herrschaft und Repräsentation oder trugen zur Unterhaltung bei. Die Normannenherrscher selbst erschienen mit ihren Palästen und Gärten, arabischen Münzen und Urkunden, Prozessionen und Gewändern erstaunten Beobachtern wie muslimische Monarchen.
Friedrich II., mütterlicherseits normannischer Abstammung, beschäftigte auch zahlreiche muslimische Diener und Unterhaltungskünstler – unter anderem Musiker, Tänzer, Gaukler – sowie „Sarazenenmädchen mit feinen Körpern“, die singend „auf Kugeln über den blanken Palastboden glitten“; vor allem vergrößerte der jagdbegeisterte Staufer die Schar der muslimischen Tierpfleger, die seine Falken, Geparden und seinen Elefanten hüteten.
Die Eunuchen bewachten lediglich Friedrichs Ehefrauen, was für einen römisch-deutschen Kaiser aber aufsehenerregend genug war. Als der Staufer mit dem Papsttum in erbitterten Konflikt geriet, wurde ihm vorgeworfen, er führe sich „in langen Nächten, bei Gelagen, in seiner Kleidung und überhaupt in jeder Weise als
Sarazene auf“. Dabei hatte das Papsttum selbst, das eine Oberhoheit über Sizilien beanspruchte, von Friedrich II. ein entsprechendes Herrschaftszeichen übernommen: den von den muslimischen Fatimiden stammenden Sonnenschirm als royale Insignie.
Seit Mitte des 12. Jahrhunderts häufen sich die Konflikte
All diese Phänomene der Verflechtung und Hybridisierung sollten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass zeitweise massive Konflikte zwischen den Religionsgruppen ausbrachen. Da die Muslime vom Schutz der christlichen Herrscher abhingen, bedrohten Kämpfe um oder gegen den Thron sie wiederholt zutiefst. So kam es 1161 und 1189 in Palermo und teils auch außerhalb zu Ausschreitungen gegen Muslime. Daraufhin fanden deren Stadt- und die Landbevölkerung besser zusammen.
Diese neue Gemeinschaft emanzipierte sich schließlich während einer Schwächephase des Königtums Anfang des 13. Jahrhunderts. Um 1220 rief ein nordafrikanischer Immigrant namens Mohammed ibn Abbad sogar ein Emirat in Westsizilien aus. Noch heute finden sich seine Silbermünzen im Boden seiner einstigen Stützpunkte. Ibn Abbads Versuch, einen Teil des christlichen Reiches der Welt des Islam zuzuführen, erwiderte Friedrich II. mit jahrelangem Krieg und schließlich mit der beschriebenen Deportation der meisten Muslime nach Apulien.
Für die sizilische Demographie bedeutete dies einen tiefen Einschnitt. Selbst damals aber standen einander keine geschlossenen Religionsgemeinschaften gegenüber: Die muslimischen Rebellen hatten viele christliche Verbündete. Sogar das Papsttum schickte zeitweise Briefe mit dem Ansinnen einer Kooperation. Entgegen verbreiteten Vorstellungen vom Mittelalter dominierten also religiöse Motive nicht unbedingt das Denken und Handeln. Vielmehr lagen oft politische, soziale und wirtschaftliche Konflikte der Betonung religiöser Differenz zugrunde.
Dementsprechend waren bis Ende des 13. Jahrhunderts auch Versöhnungen zwischen Muslimen und ihren christlichen Gegnern möglich, bei denen typische mittelalterliche Unterwerfungsrituale zum Einsatz kamen. Der Untergang muslimischen Lebens in Süditalien war also keineswegs vorprogrammiert. Nach den Deportationen besiedelten Muslime neben dem Hauptort Lucera zuletzt erneut mehrere Städte Apuliens, darunter Bischofsstädte, und unteritalienische Orte bis an die Südspitze Kalabriens.
Auch die endgültige Katastrophe muslimischen Lebens im Jahr 1300 wurde neueren Forschungen zufolge weniger durch Frömmigkeit oder akute Finanznot der Anjou-Könige heraufbeschworen, sondern von einem inneren Konflikt im muslimischen Lucera: Die neue ritterliche Elite hatte sich offenbar so lange gemeinsam mit korrupten christlichen Amtsträgern auf Kosten der übrigen Muslime bereichert, bis diese gegen ihre eigenen Führer und das christliche Herrschaftssystem aufbegehrten. Diesmal griff der AnjouKönig jedoch zur drastischen Maßnahme der Versklavung der meisten Muslime.
Eine arabische Quelle resümiert: „Ihr Aufenthalt dort dauerte lange Zeit, bis sie untereinander stritten, sich in Parteien spalteten und ihre Meinungen auseinandergingen … Sie wurden Opfer von Schicksalsschlägen, und ihre Sache war verloren. Sie wurden vertrieben oder in die Gefangenschaft geführt und auf die Länder verstreut.“ Fluchtversuche, Trauer und existentielle Resignation, aber auch Konversionen und Kollaborationen waren die Folge. So ging eine halbtausendjährige Geschichte Italiens auf bestürzende Weise zu Ende.
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