Der Bibliothekssaal des 1183 gegründeten Schussenrieder Klosters gilt als einer der prachtvollsten in Europa und das Kloster selbst als ein Höhepunkt der oberschwäbischen Barockstraße, die zwischen Ulm und Isny im Allgäu gelegen ist. Die neu konzipierte Dauerausstellung widmet sich sowohl der Ausgestaltung des barocken Saals als auch dem klösterlichen Leben im Mittelalter und in der Neuzeit und gliedert sich thematisch in zwei Bereiche. Im ersten Ausstellungsbereich werden sowohl die wechselseitigen Beziehungen zwischen Kloster und Untertanen beleuchtet als auch die weltliche Herrschaft der Klosteräbte über Territorien in Oberschwaben. Der zweite Ausstellungsteil vertieft drei Aspekte des klösterlichen Lebens: Wallfahrt und Marienverehrung, barocke Prachtentfaltung und Bildung und Wissenschaft im Kloster.
Das Deckengemälde im Bibliothekssaal setzt Irdischen Wissenschaften und göttliche Weisheit eindrucksvoll in Szene: Auch das wagemutige Vorhaben des Paters Caspar Mohr wurde festgehalten: Mohr hatte kurz vor dem Dreißigjährigen Krieg einen Flugapparat aus Gänsefedern konstruiert, der auch außerhalb der Klostermauern für Furore sorgte. Der Probeflug aus dem dritten Stockwerk wurde ihm jedoch glücklicherweise vom Abt untersagt. Auf dem Deckenbild wird er aber von seinen Federschwingen himmelaufwärts getragen.
Auch beim großen Sommerfest für die ganze Familie am 16. Mai wird das Thema „Fliegen“ mit verschiedenen Aktionen und einem Gewinnspiel wieder aufgegriffen.





