Archäologische Ausgrabungen an zahlreichen Orten in Mitteleuropa brachten die neue Bestattungsform ans Licht: Die Toten wurden nicht mehr verbrannt, sie wurden mit dem Kopf nach Westen in die Erde gelegt; als Beigaben erhielten die Verstorbenen Kleidung, Schmuck und Waffen. Der Begriff „Reihengräber“, der sich inzwischen dafür etabliert hat, ist eigentlich missverständlich, da eine streng symmetrische Ausrichtung der Gräber nebeneinander eher selten ist.
Interessanterweise findet sich diese Grabform fast ausschließlich innerhalb des untergehenden Römischen Reichs, also im Fall des heutigen Südwestdeutschland südlich des Limes. Ihre „Fremdheit“ führte dazu, dass die Gräber als „germanisch“ betrachtet wurden. Allerdings bleibt dabei ungeklärt, weshalb die sogenannten Germanen sich erst im römischen Milieu so verhalten haben sollten und nicht auch jenseits des Limes.





