Es ist ein Zeugnis des Römischen Reichs nördlich der Alpen. Und es ist eines der wenigen Objekte, die seit der Gründung der Archäologischen Staatssammlung München fester Bestandteil der Ausstellung sind. Denn derart umfangreich ist der Mosaikboden, dass er als eines der wenigen Objekte auch nach der großen Renovierung am angestammten Platz bleiben durfte.
Zwischen 2016 und 2024 wurde die Archäologische Staatssammlung München generalsaniert. Für gut 66 Millionen Euro baute der bayerische Staat sein Aushängeschild der Archäologie grundlegend um.

Die Goldmünzen mögen mächtig geklimpert haben in dieser Bronzebörse (Manching, 3. Jahrhundert v. Chr.). · Foto: Archäologische StaatssammlungMünchen, Manfred Eberlein
Neben einer neuen unterirdischen Sonderausstellungshalle und vielen technischen Neuerungen – angefangen bei Lademöglichkeiten im Kleiderspind bis hin zu hochwertigen 3-D-Animationen – wurde das Museum auch konzeptionell neu ausgerichtet: Statt einer einzigen chronologischen Ausstellung lockt die Dauerausstellung nun mit zwei separaten Rundgängen.
Nach klassischem Vorbild lädt dabei zum einen eine thematisch neu geordnete Chronologie ein: Sortiert nach Themenschwerpunkten zeigt das Museum hier die gewaltige Fülle seines Bestandes. Besonders gelungen ist dabei die Konzeption der Räume selbst. So wird die Macht der Ressourcen in einem Raum gezeigt, der wie eine Schatztruhe angeordnet ist, während die gesellschaftlichen Zustände zur Zeit der Römer durch eine Gegenüberstellung einheimischer und klassisch italienischer Mode veranschaulicht werden.
Der wohl schönste Ausstellungsraum liegt jedoch im zweiten Rundgang: Es ist ein oval angelegter Raum mit einem Zeitstrahl an der Wand, abgedunkelter Stimmung und einer kleinen, aber bedeutenden Auswahl an Objekten vom alten Mesopotamien bis zu korrodiertem Geschirr aus der NS-Zeit.

Ein Blickfang ist die Fassadenbekleidung des 1976 fertiggestellten Neubaus am Englischen Garten, die aus rostbildendem Cortenstahl besteht. · Foto: Archäologische Staatssammlung München, Stefanie Friedrich







