Die meisten Kranken, die das „Schneidhaus“ aufsuchten, litten an Eingeweidebrüchen oder Blasensteinen. So auch der 20-jährige Blasenstein-Patient Niclaus Kurtz, der 1624 in der Einrichtung erfolgreich operiert wurde. Seine Geschichte bildet den roten Faden in der Ausstellung. Hinweise auf die Erkrankung gab den Zeitgenossen ein Blick in den Nachttopf, der trüben Urin offenbarte. Ein solcher Topf findet sich, neben dem Altar eines „Steinheiligen“ und fein gearbeiteten chirurgischen Instrumenten, auch unter den Ausstellungsstücken. Im Mittelpunkt steht allerdings eine besondere Handschrift, die im Umfeld des „Schneidhauses“ entstand. Sie enthält Abbildungen von Blasensteinen und Angaben zu Patienten.





