Wien um 1900: Spektakuläre Aufbrüche in der Kunst und kommunikative Kaffeehauskultur bezeichnen das spezifische kulturelle Klima der Donaumetropole an der Schwelle zur Moderne. Mit einer großen Themenausstellung widmet sich die Fondation Beyeler in Basel-Riehen vom 26. September 2010 bis zum 16. Januar 2011 der Umbruchzeit zwischen 1885 und 1918. In den „Wiener Werkstätten“ schuf man durch das Zusammenwirken von Kunst, Architektur und Design „Gesamtkunstwerke“, die der Besucher ebenso erleben kann wie herausragende Gemälde und Zeichnungen der „Wiener Secessionisten“ um Gustav Klimt und Egon Schiele. Die Schau zeigt vor allem Frühwerke der beiden Künstler, dazu im Vergleich Werke von Oskar Kokoschka, Arnold Schönberg und Richard Gerstl. Hinzu kommen Architekturfotos und Entwürfe von Josef Hoffmann, Otto Wagner oder Joseph Maria Olbrich. Die Bezüge zwischen Malerei, Architektur und den Objekten aus der Wiener Werkstätte werden sinnfällig. Die Bezüge, die durch das Konzept des Gesamtkunstwerks zum Bauhaus und zu der „De-Stijl“-Bewegung der Niederlande entstanden, werden ebenso verdeutlicht.





