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Willige Täter des Terrorregimes
Viele österreichische Nationalsozialisten wirkten an den Verbrechen der braunen Machthaber mit – nicht zuletzt am rassistisch motivierten Völkermord. Gerade Hitlers Judenhass ließ sich im ehemaligen Habsburgerreich gut vermitteln: Antisemitismus war dort schon lange tief verwurzelt.
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Der Anfang einer Bewegung, die sich dem Anschluss der deutschsprachigen Teile Österreichs an das Deutsche Reich verschrieb, lässt sich auf das Jahr 1866 datieren, als Österreich in der Schlacht bei Königgrätz Preußen unterlag und sich aus Deutschland hinausgeworfen sah. Viele nationalliberal gesinnte Vertreter des deutschösterreichischen Bürgertums wollten nicht akzeptieren, nunmehr zu einem der vielen Völker des Vielvölkerstaates zu gehören, statt Deutsche unter Deutschen zu sein.
Der wichtigste und radikalste Vertreter der sich sukzessive entwickelnden Anschluss-Bewegung war der Reichsratsabgeordnete Georg Ritter von Schönerer (1842–1921), ein Gutsbesitzer aus dem niederösterreichischen Waldviertel. Er verehrte die Hohenzollern, verabscheute die Habsburger, propagierte den Übertritt von der römisch-katholischen zur evangelischen Kirche („Ohne Juda, ohne Rom bauen wir Germaniens Dom“) und steigerte sich vom moderaten Judengegner zum hasserfüllten Rassenantisemiten. Ein verbreiteter Slogan von Schönerers Alldeutscher Bewegung lautete: „Was der Jude glaubt, ist einerlei, in der Rasse liegt die Schweinerei!“
Schönerers aggressiver, rabaukenhafter Politikstil sollte in den folgenden Jahrzehnten zahllose Nachahmer finden. Für den jungen Adolf Hitler war Schönerer ein Idol, dessen politische Grundsätze er „nicht nur aufnahm, sondern geradezu kopierte“, wie die Historikerin Brigitte Hamann meint.
Als es während des Ersten Weltkrieges zu einem beträchtlichen Zuzug von jüdischen Flüchtlingen aus Galizien („Ostjuden“) nach Wien kam, steigerte sich der Judenhass in der Not der Nachkriegsjahre zu einer bis dahin beispiellosen antisemitischen Hetze – um in den Folgejahren wieder etwas nachzulassen, aber nie mehr ganz aus dem gesellschaftlichen Diskurs zu verschwinden. Bezeichnend ist, dass die Programme aller Parlamentsparteien außer den Sozialdemokraten antisemitische Programmpunkte enthielten.
Der nationalsozialistische Judenhass fand im März 1938 in Österreich also einen gut aufbereiteten Boden vor. Antisemitische Floskeln und Stereotypen waren weit verbreitet, Juden wurden wie selbstverständlich verunglimpft und beleidigt. Als die Nazis im März 1938 die Macht übernahmen, kam es – gerade in Wien mit seinem jüdischen Bevölkerungsanteil von zehn Prozent – zu unfassbaren antijüdischen Ausschreitungen, die von den neuen Machthabern nur mühsam in geordnete Bahnen gelenkt werden konnten.
In der „Ostmark“ wird Wien zum Brennpunkt des Novemberpogroms von 1938
Die antisemitischen Exzesse in Wien und im übrigen Österreich führten zu einer wesentlichen Radikalisierung der antijüdischen Politik. Was im Deutschen Reich nach Hitlers Machtübernahme von 1933 mehrere Jahre gedauert hatte, wurde in Österreich innerhalb weniger Wochen vollzogen. Und zu einer wirklichen Beruhigung kam es auch nach den „Anschluss“-Pogromen vom März/April 1938 nicht.
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Am 7. November 1938 schoss der junge jüdische Emigrant Herschel Grynszpan in der deutschen Botschaft in Paris auf den Legationssekretär Ernst vom Rath und verletzte ihn so schwer, dass dieser am 9. November starb. Noch in derselben Nacht kam es überall im Deutschen Reich zu schweren Ausschreitungen. Getragen wurde die Aktion im Wesentlichen von den Horden der SA und der SS, die zur Tarnung in Zivil auftraten. Wenn es ohne Gefährdung von Nebengebäuden möglich war, wurden Synagogen und sonstige jüdische Einrichtungen in Brand gesteckt oder demoliert, Geschäfte jüdischer Besitzer zerstört, jüdische Wohnungen überfallen und verwüstet, ihre Bewohner gedemütigt, malträtiert, geschlagen, misshandelt oder gar ermordet.
Wien, wo über 90 Prozent der österreichischen Juden lebten, war der Brennpunkt des Novemberpogroms in der Ostmark. Der Nazi-Mob zerstörte hier insgesamt 42 Synagogen und Bethäuser, darunter einzigartige Baudenkmäler wie die herrliche Synagoge der sephardischen Gemeinde oder den imposanten Leopoldstädter Tempel. Die Anzahl der in der „Reichskristallnacht“ in Wien getöteten Juden dürfte zwischen 20 und 30 liegen. Dazu kamen mindestens 41 Selbstmorde. Die Anzahl der in Wien verhafteten Juden wird in der Literatur mit 6547 angegeben, in der restlichen „Ostmark“ sollen es weitere rund 1250 gewesen sein.
Aus Wien wurden rund 3000 Verhaftete ins KZ Dachau gebracht, aus dem restlichen Österreich weitere rund 750. Kalkül dieser unmenschlichen Behandlung war es, sie und ihre Familien zu zwingen, alle nur erdenklichen verzweifelten Schritte in Richtung Auswanderung zu unternehmen. Oftmals war die Entlassung aus einem KZ direkt an die Bedingung geknüpft, gültige Ausreisepapiere vorzuweisen.
Die meisten Bürger des großdeutschen Reichs verhielten sich angesichts der Exzesse trotz aller Abscheu passiv. Zu groß war die soziale Isolation der Juden bereits geworden. Von lautstark geäußerter Empörung war nichts zu merken, stattdessen verstärkte sich die Tendenz zum Verstummen, Verdrängen, ostentativen Wegsehen. Die NS-Herrscher zogen aus diesem Verhalten ihre Lehren für die weitere Behandlung der „Judenfrage“. Von nun an wurde die Verfolgung immer mehr Sache von Polizei und SS, die im Stillen, dafür umso effizienter arbeiteten.
Bis Kriegsausbruch verließen 126 481 österreichische Juden das Land. 55 505 fanden Aufnahme in einem europäischen Staat, davon mehr als die Hälfte in Großbritannien. 28 615 kamen in den USA unter, 11 580 in Ländern Mittel- und Südamerikas, 9195 in Palästina, 18 124 in China (Schanghai), die übrigen in anderen Ländern Asiens, in Australien, Neuseeland und Afrika.
Schon wenige Tage nach dem „Anschluss“ hatten die Planungen für die Errichtung eines Konzentrationslagers auf österreichischem Gebiet begonnen. Rasch entschied sich die SS-Führung für die nahe Linz gelegenen Granitsteinbrüche in Mauthausen und Gusen. Im August 1938 trafen die ersten 300 Häftlinge aus Dachau in Mauthausen ein. Sie hausten vorerst provisorisch im Steinbruch und errichteten das eigentliche Lager.
Mauthausen: Vernichtung der Häftlinge durch Arbeit
Bis Jahresende 1938 kamen mehr als 1000 Häftlinge aus Dachau und Sachsenhausen nach Mauthausen. In den Folgejahren stiegen die Häftlingszahlen exponentiell an – von 2666 Häftlingen Ende 1939 auf 73 351 Ende 1944. Bis Mitte des Krieges wurden die Gefangenen hauptsächlich in den Steinbrüchen eingesetzt, danach dominierte die Arbeit in der Rüstungsindustrie, die sich immer mehr auf die über das Gebiet der Donau- und Alpenreichsgaue verstreuten Außenlager verschob.
Anfang 1941 war Mauthausen das einzige im KZ-System als „Stufe III“ kategorisierte Lager. Definitionsgemäß sollten hier „schwerbelastete, kaum noch erziehbare Schutzhäftlinge“ untergebracht – und umgebracht – werden. Tatsächlich überlebten Häftlinge aus bestimmten Gruppen – in erster Linie Juden, Roma und Sinti, aber auch Russen und Polen – den Aufenthalt im Lager in der Regel nur wenige Wochen.
Die „Vernichtung durch Arbeit“ war durch die Schwerstarbeit in den Steinbrüchen bei brutaler Behandlung, unzureichender Verpflegung und untragbaren hygienischen Zuständen nicht schwer zu bewerkstelligen. Geradezu zum Symbol des Massenmords wurde die aus dem Steinbruch in das Lager führende steile „Todesstiege“. Häftlinge mussten auf Holztragen oder auch nur auf den bloßen Schultern schwere Granitbrocken über diese Stiege schleppen. So lange, bis sie das Gleichgewicht verloren, strauchelten, nach unten stürzten oder von SS-Leuten und Kapos gestoßen wurden.
Kranke und Schwache überstellte man nach Schloss Hartheim bei Linz. Sie starben wie Tausende Patienten dort vor ihnen: durch Giftgas. Schließlich wurde auch in Mauthausen selbst eine Gaskammer errichtet. Mindestens 3455 Menschen kamen hier durch Zyklon B ums Leben. Zwischen Mauthausen und Gusen pendelte zudem ein Gaswagen, in dem mindestens 900 Menschen ermordet wurden.
Die Sterblichkeitsrate im Lager stieg bis 1942 auf über 50 Prozent an. Danach kam es zu einem merklichen Rückgang bei einer Vervielfachung der Häftlingszahlen. Der Grund: Erfordernisse der Kriegswirtschaft. Seit Anfang 1943 entstanden in rascher Abfolge verstreut über das ganze österreichische Gebiet Außenlager, in denen in der Regel für Rüstungs- oder allgemein kriegswirtschaftliche Zwecke gearbeitet wurde.
Zu Kriegsende wurden Zehntausende ungarische Juden und die Häftlinge der Außenlager in Todesmärschen nach Mauthausen getrieben. Am 5. Mai 1945 befreiten US-Truppen die rund 40 000 Gefangenen, die sich zu diesem Zeitpunkt im Lager befanden. Die Gesamtzahl der Todesopfer des Lagerkomplexes Mauthausen wird in der Literatur mit über 90 000 beziffert.
Kranke und Behinderte werden in Hartheim ermordet
Rund 40 Kilometer nordwestlich liegt das Dorf Hartheim, das von einem Schloss im Renaissancestil dominiert wird. Ende des 19. Jahrhunderts hatte man hier eine Anstalt für psychisch kranke Menschen untergebracht. Die Nationalsozialisten machten sich seit 1939 daran, die Einrichtung zu einem der Zentren der „Aktion T 4“ im Deutschen Reich umzubauen.
Die aus Berlin gesteuerte „Euthanasie“, wie man die gezielte Vernichtung von Kranken und Behinderten beschönigend nannte, lief in der „Ostmark“ nach demselben Muster ab wie überall im Deutschen Reich. Die für die Ermordung vorgesehenen geistig Behinderten und psychisch Kranken wurden systematisch aus dem ganzen Land entweder über eine Durchgangsstation oder direkt zur Vernichtung nach Hartheim geschafft. Für die Vergasung kam Kohlenmonoxid zur Anwendung. Die Leichen verbrannte man anschließend in einem Krematorium auf dem Schlossgelände.
Der organisierte Massenmord an Kranken und Behinderten konnte trotz aller Geheimhaltung auf Dauer nicht unbemerkt bleiben. Unruhe machte sich in der Bevölkerung breit. Daher ließ Hitler im August 1941 die von ihm befohlene Aktion einstellen. Auf der Ebene der einzelnen Anstalten lief die „Euthanasie“ allerdings bis Kriegsende weiter. Auch Hartheim blieb bis Dezember 1944 in Betrieb. Die Tötungseinrichtung war nützlich zur Vernichtung kranker KZ-Häftlinge aus Mauthausen und Nebenlagern („Aktion 14f13“). Später ermordete man dort Zwangsarbeiter aus dem Osten, die sich krank geschunden hatten, in derselben Weise. Die Gesamtzahl der in Hartheim getöteten Männer, Frauen und Kinder liegt um die 28 000.
Viele Täter der Mordmaschinerie stammen aus Österreich
Generell waren Österreicher in Polen und auf dem Balkan überdurchschnittlich oft in den Vernichtungsprozess und in Kriegsverbrechen involviert. Grund: Man war im NS-Reich der Meinung, dass Österreicher in diesem Raum aufgrund ihrer Geschichte (Habsburgermonarchie) besonders viel Erfahrung mitbrächten. Deshalb wurden sie oft dorthin kommandiert und in die dort verübten Verbrechen verwickelt.
Hoch war der Anteil von Österreichern unter den Höheren SS- und Polizeiführern (HSSPF) und den ihnen unterstehenden SS- und Polizeiführern (SSPF). Der Kärntner Hanns Rauter übte die HSSPF-Funktion in den Niederlanden aus, der Steirer Konstantin Kammerhofer in Kroatien und der Steirer August Meyszner in Serbien. Ihnen allen sind zahllose Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzulasten. Josef Fitzthum, früher SS-Führer in Wien, wurde durch die Art und Weise, wie er sein Amt ausübte, in Albanien zu einem Symbol des Bösen schlechthin. Mit gnadenloser Brutalität agierte auch der frühere provisorische Gauleiter von Kärnten, Franz Kutschera, als SSPF von Warschau.
Eine steile Karriere legte der Linzer Rechtsanwalt und Führer der illegalen österreichischen SS Ernst Kaltenbrunner hin. Nach dem „Anschluss“ bekam er die Funktion eines HSSPF
Donau (Ostösterreich) übertragen. Als Nachfolger des bei einem Attentat ums Leben gekommenen Reinhard Heydrich übernahm er im Januar 1943 die Führung des Reichssicherheitshauptamts – und damit den Terrorapparat der SS. Er landete im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher auf der Anklagebank und endete im Oktober 1946 am Galgen.
Der einstige Wiener Gauleiter Odilo Globocnik, ein Kärntner, wurde im November 1939 mit dem Amt eines SSPF von Lublin betraut. 1941 übertrug Himmler ihm die Durchführung der „Endlösung der Judenfrage“ durch den Einsatz von Giftgas. Deckname: „Aktion Reinhardt“. Die Gesamtzahl der unter der Oberherrschaft Globocniks Ermordeten wird in der Literatur mit rund 1,75 bis zwei Millionen Menschen beziffert.
In Globocniks Stab war eine große Zahl von Österreichern tätig, so der Klagenfurter Ernst Lerch, der unter anderem die Transporte in die Vernichtungslager organisierte. Hermann Höfle, ein Salzburger, fungierte als „Leiter der Hauptabteilung Einsatz Reinhardt“ und übte damit eine Schlüsselfunktion im Vernichtungsprozess aus. Drei von sieben Lagerleitern, die zeitweilig Belzec, Sobibor und Treblinka führten, waren Österreicher: Franz Stangl und Franz Reichleitner, zwei Kriminalbeamte aus Oberösterreich, sowie der Vorarlberger Arzt Irmfried Eberl. Alle drei waren sie zuvor in führenden Positionen der „Aktion T 4“ tätig gewesen.
Die Hälfte des Zirkels an engen Mitarbeitern Adolf Eichmanns bestand aus Österreichern. Das war alles andere als ein Zufall, denn der in Solingen im Rheinland geborene Sohn deutscher Eltern hatte die entscheidenden Jahre seiner Jugend in der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz verbracht. Im deutschnational-rechtsextremen Milieu dieser Stadt war er sozialisiert worden und dann in NSDAP sowie SS eingetreten.
Den Kern seines Teams rekrutierte Eichmann nach dem „Anschluss“ in Wien. Er war im März 1938 als Experte für „Judenfragen“ im Sicherheitsdienst des „Reichsführers SS“ dorthin geschickt worden, um für die organisierte Beraubung und Vertreibung der österreichischen Juden zu sorgen. Zu diesem Zweck rief er die „Zentralstelle für die jüdische Auswanderung“ ins Leben. Es war
naheliegend, zur Besetzung dieser Vertreibungsbehörde auf österreichische Nationalsozialisten zurückzugreifen. Diese für Wien rekrutierten Leute begleiteten Eichmann dann auf seinem weiteren Weg zum Manager des Holocaust.
Die wichtigsten österreichischen „Eichmann-Männer“ waren Alois und Anton Brunner, unter anderem führende Mitarbeiter der Wiener „Zentralstelle“, Franz Novak, zuständig für Transportfragen, Erich Rajakowitsch, juristischer Berater Eichmanns, sowie Anton Burger, Karl Rahm und Siegfried Seidl, die jeweils zeitweise als Kommandanten des Ghettos Theresienstadt fungierten.
Eine besonders traurige Rolle spielten Wehrmachtsgeneräle aus Österreich bei der Vernichtung der Juden in Serbien. In den Niederlanden setzte Reichkommissar Arthur Seyß-Inquart zahlreiche Vertraute aus Österreich in führende Positionen ein, welche die Deportation der Juden in die Vernichtungslager des Ostens entscheidend vorantrieben.
In der Literatur wird aufgrund der erwähnten Fakten immer wieder behauptet, dass Österreicher unter den NS-Tätern insgesamt häufiger vertreten gewesen seien, als es ihrem Anteil an der Bevölkerung des Deutschen Reiches (8,8 Prozent) entsprochen hätte. Das erweist sich bei näherer Betrachtung jedoch als Mythos. In den Mannschaften und unter Offizieren der Konzentrationslager-SS waren Österreicher unterrepräsentiert, ebenso unter den Offizieren der SS-Einsatzgruppen, die in der Sowjetunion unsägliche Massenverbrechen verübten. Erkennbar unterrepräsentiert waren Österreicher auch unter KZ-Kommandanten, SS-Generälen, im Führerkorps der Sicherheitspolizei und des SD sowie unter den Führern der Waffen-SS. Der Anteil an den Mitgliedern der Allgemeinen SS entsprach ebenso dem österreichischen Bevölkerungsanteil wie die Zahl der NSDAP-Mitglieder insgesamt.
Die kurzen Jahre der nationalsozialistischen Herrschaft schlugen in Österreich tiefe Wunden. Die Zahl der Todesopfer des Holocaust liegt bei mindestens 66 000. Von rund 11 000 österreichischen Roma und Sinti fielen zwei Drittel der NS-Verfolgung zum Opfer. Rund 8000 Menschen starben infolge politischer Verfolgung. Wenn man die geschätzte Zahl der Opfer der Militärjustiz dazurechnet, kommt man auf ungefähr 9500 Tote. Die Todesopfer der alliierten Luftangriffe werden mit rund 35 000 beziffert. Rund 240 000 aus Österreich stammende Soldaten der Wehrmacht und Waffen-SS kamen aufgrund von Kriegshandlungen oder in Kriegsgefangenschaft ums Leben.
Dazu kommen noch eine unbekannte Zahl ziviler Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen in den letzten Kriegswochen, während der Endkämpfe, und der Tod vieler weiterer Menschen, der direkt oder indirekt dem NS-Regime anzulasten ist.
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