Als die Kaiserinmutter Helena 326/27 ihre legendäre Pilgerfahrt nach Jerusalem antrat, war sie nicht die erste christliche Reisende in Jerusalem. Dennoch wird sie oft als erste Pilgerin beschrieben. Helena (vermutlich 248/250–329/30) war die Mutter Kaiser Konstantins (306–337), der durch die Gewährung der Religionsfreiheit und die Privilegierung des Christentums die Situation der Christen im Römischen Reich grundlegend veränderte.
Helena selbst war zum Christentum konvertiert und reiste gemäß späteren Erzählungen im fortgeschrittenen Alter nach Jerusalem. Grund für die Reise war wohl in erster Linie der Versuch, die Schuld ihres Sohnes zu mindern: Konstantin hatte seinen Sohn sowie seine erste Frau ermorden lassen.





