Dreidimensionale Rekonstruktionen erfreuen sich auf DVDs derzeit großer Beleibtheit. Mit Hilfe der Computersimulation entstehen auf diese Weise das Kolosseum in Rom oder mittelalterliche Burgen neu. Ungewöhnlich ist es allerdings, wenn eine ganze Stadt der frühen Neuzeit wieder zum Leben erweckt wird. Genau dies kann man jedoch erleben auf der DVD „Zeitreisen – Heidelberg 1620 und heute“. In mehr als zweijähriger Arbeit haben Heidelberger Wissenschaftler und Computerspezialisten das historische Stadtbild als 3D-Modell rekonstruiert und präsentieren es – zusammen mit Filmsequenzen aus heutiger Sicht – als virtuellen Ausflug vom späten Mittelalter in die Neuzeit. Besonders faszinierend ist der virtuelle Spaziergang durch das unzerstörte Schloss und den „Hortus Palatinus“, der als achtes Weltwunder galt. Dabei ist die Simulation nicht nur für Heidelberger interessant oder für jene Touristen, die dort ihr Herz verloren haben. Man erfährt sehr viel über das Leben in einer spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Stadt. In Heidelberg liegt dabei natürlich ein besonderer Schwerpunkt auf der Universität, ihren Professoren und Studenten. Insgesamt eine kurzweilige Städtereise, die aber auch Lust darauf macht, das „echte“ Heidelberg einmal wieder zu besuchen.
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