Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde die Wirtschaft ganz entscheidend durch das Handwerk mit geprägt, auch in der Reichsstadt Nürnberg. Doch nicht jeder konnte erfolgreich sein: Wichtigste Zugangsregelungen und Qualitätsanforderungen für die hergestellten Produkte waren in den Zunftordnungen festgelegt. Die Ausstellung „Zünftig! Geheimnisvolles Handwerk 1500 –1800“ ist noch bis zum 7. Juli 2013 im Germanischen Nationalmuseum (Kartäusergasse 1, Tel. +49 (0)911 1331-0) zu sehen. Zu diesem Thema kann das Museum wahrlich aus dem Vollen schöpfen. Und so bieten über 250 Objekte Einblicke in die Welt des Handwerks, die Entwicklung des Zunftwesens sowie den Alltag der Handwerker und ihrer Familien. Selbstverständnis und Selbstbewusstsein der Zünfte lassen etwa geschnitzte Zunftladen (Truhen) oder kunstvolle Pokale erkennen. Das mit Zeichnungen geschmückte Geschichtsbuch der Nürnberger Zunft der Messerer aus dem 18. Jahrhundert zeigt, wie sehr man auf Tradition hielt. Doch die Schau stellt auch die Frage, was vom „zünftig sein“ heute noch geblieben ist.





