Der vorliegende Aufsatzband begibt sich auf die Spur dieser „anderen“ Geschichten. So lesen wir von Zwinglis Leidenschaften, die ihn zu einer Affäre mit einer jungen Frau hingerissen hatten – ein peinliches Hindernis für seine Einstellung in Zürich, das er ausräumen musste und das später vergessen wurde. Dass die Heilige Schrift zwar Zürcher Machtpositionen, aber nicht die Klagen der Untertanen des Fürstabtes von Einsiedeln untermauern sollte, erfahren wir, und auch von Zweifeln, ob die zu reformierten Reliquien stilisierten Waffen, die Zwingli in der Schlacht bei Kappel getragen haben soll, wirklich ihm gehörten.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger
Peter Niederhäuser/Regula Schmid (Hrsg.)
Querblicke
Zürcher Reformationsgeschichten
Chronos Verlag, Zürich 2019, 202 Seiten, € 48,–





