Das bewegte Leben zweier angesehenen Journalisten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts steht im Mittepunkt der Ausstellung „So wurde Ihnen die Flucht zur Heimat. Soma Morgenstern und Joseph Roth. Eine Freundschaft“, die die Deutsche Nationalbibliothek noch bis zum 19. Januar 2013 in Frankfurt am Main präsentiert. Während Joseph Roth als der Starjournalist der Frankfurter Zeitung galt, arbeitete Soma Morgenstern als deren Korrespondent in Wien. Die Schau beleuchtet das Leben der Schriftsteller und Journalisten sowie ihr Verhältnis zueinander. Zudem gibt sie einmalige Einblicke in die journalistische Arbeit der 1920er und 1930er Jahre. Beide mussten ihre Heimat Galizien verlassen. Beide flohen vor den Nationalsozialisten, Roth aus Deutschland, Morgenstern aus Österreich. In Paris teilten sie die Strapazen des Exils bis zum Tode Joseph Roths 1939. Soma Morgenstern rettete sich nach Amerika. Bei der Schau handelt es sich um eine Ausstellung des Deutschen Exilarchivs 1933-1945, das sich am Frankfurter Standort der Deutschen Nationalbibliothek befindet. Das Archiv hat die Aufgabe, alle zwischen 1933 und 1945 von deutschsprachigen Emigranten im Ausland veröffentlichten Bücher und Broschüren aus den Bereichen Literatur, Politik, Wissenschaft und jüdische Emigration zu sammeln. Außerdem zählen zu dem Bestand Exil-Zeitschriften. Einen weiteren Sammelschwerpunkt bilden Nachlässe von deutschsprachigen Emigranten sowie Archive von Exilorganisationen.





