Als Kaiser Maximilian I. (1508–1519) für sein prachtvolles Grabmal in der Hofkirche in Innsbruck 28 Bronzeskulpturen von prominenten Vertretern der Habsburger anfertigen ließ, durfte natürlich auch Rudolf I. nicht fehlen. Schließlich begann die Erfolgsgeschichte der Dynastie mit dessen Wahl zum römisch-deutschen König im Jahr 1273. Eine Generation zuvor waren die Habsburger noch einfache Grafen mit versprengten Besitzungen am Oberrhein und in der heutigen Schweiz gewesen. Einmal auf dem Thron, ließ sich Rudolf die Chance nicht nehmen, seine Hausmacht zu erweitern. Der Sieg gegen seinen ärgsten Widersacher, den böhmischen König Ottokar II. Premysl, sollte Österreich und die Steiermark in den Besitz der Habsburger bringen. Dank kluger Heiratspolitik gelang es ihm zudem, seine Familie mit den mächtigsten Höfen des Heiligen Römischen Reichs zu verbinden.