Am Abend des 12. April 1945 wurde Harry S. Truman als 33. US-Präsident vereidigt. Nur wenige Stunden zuvor war sein Vorgänger im Amt, Franklin D. Roosevelt, an einer Hirnblutung verstorben. Vor Truman lagen anstrengende Wochen und Monate. Aus Deutschland kamen immer neue Horrormeldungen über befreite Konzentrationslager. In Fernost tobte die Schlacht von Okinawa. In San Francisco verhandelten die USA mit der Sowjetunion über die Gründung der Vereinten Nationen. In Potsdam diskutierte er mit Stalin und Churchill über die Nachkriegsordnung in Europa. Und dann war da noch diese seltsame neue Superwaffe, deren Entwicklung Unsummen verschlungen hatte, die aber nach Einschätzung der Experten, den Krieg mit Japan sofort würde beenden können – falls sie denn wirklich funktionierte.