Im Herbst 481 v. Chr. kamen Abgesandte der bedeutendsten griechischen Stadtstaaten auf dem Isthmos von Korinth zusammen, um der größten Gefahr zu begegnen, die der Halbinsel seit Menschengedenken drohte. Wenige Wochen zuvor hatte der Perserkönig Xerxes I. (486–465 v. Chr.) seine Truppen in Kleinasien zusammengezogen, um im Frühjahr über den Hellespont zu setzen. Herolde waren unterwegs, um die Griechen zur freiwilligen Unterwerfung aufzufordern. Nur Athen und Sparta wurden ausgespart. Von beiden wusste der König, dass sie niemals persischen Befehlen folgen würden. Die Athener hatten wenige Jahre zuvor den Landungsversuch der Perser bei Marathon zurückgeschlagen. Und Sparta war nicht bereit, seine Herrschaft über die Peloponnes gegen eine Rolle als Vasall des Großkönigs einzutauschen. So waren es auch diese beiden Poleis, welche die Verteidigung organisierten und möglichst viele weitere Poleis als Mitstreiter zu gewinnen suchten.





