Der Menschenfreund vom Steintal - wissenschaft.de | DAMALS
DAMALS PlusGeschichte & Archäologie
Der Menschenfreund vom Steintal
In einem abgelegenen Vogesental fand der junge Pfarrer Jean Frédéric Oberlin (1740 –1826) seine Lebensaufgabe: Fern jeglicher Obrigkeiten setzte er seine reformerischen Ideen um – von der Bildung über die Landwirtschaft bis zur Medizin. Er richtete sogar etwas ein, das man später Kindergarten nennen würde.
Sie haben noch 1 von 3 kostenlosen Artikeln übrig2/3
Die Bewohner des Steintals sind im Allgemeinen sehr arm, und man nennt diejenigen reich, deren Elend weniger groß ist“, schrieb der Pfarrer Jean-Georges Stuber (1722 –1797) über die Pfarrei Waldersbach in den Vogesen, die er im Jahr 1750 übernommen hatte. „Sie leben in strohgedeckten Hütten, gehen in Holzschuhen und leben von den mageren Früchten ihrer Feldarbeit und einer bescheidenen Viehzucht.“
Die kleine Pfarrei mit den Dörfern Waldersbach, Fouday, Bellefosse und Belmont lag in einem gottverlassenen Winkel an der westlichen Flanke des Champ du Feu (1100 Meter Meereshöhe), der höchsten Erhebung der Mittelvogesen. Lange, schneereiche Winter, häufiger Niederschlag, Nebel und karge Vegetation prägten das Bild der Landschaft. Im Jahr 1790 lebten 1500 Seelen im Steintal („Ban de la Roche“). Und doch war es dieses abgelegene Tal, das zu einem Laboratorium der modernen Pädagogik wurde – vor Pestalozzi, Montessori und Fröbel.
Die Abgeschiedenheit erweist sich als Segen
Als Jean Frédéric Oberlin im Jahr 1767 als neuer Pfarrer in Waldersbach eintraf, fand er bereits ein durch Stuber „sorgfältig vorbereitetes Feld“ vor, wie es sein Biograph Loïc Chalmel formulierte. Oberlin war Stubers Wunschnachfolger im Amt. Letztendlich sollte sich die Abgeschiedenheit des Tales als Segen erweisen. Denn hier konnte Oberlin – weit weg von weltlichen und kirchlichen Obrigkeiten – seine sozialreformerischen und pädagogischen Vorstellungen in die Tat umsetzen.
Oberlin kam am 31. August 1740 in Straßburg zur Welt. Sein Vater war Lehrer am protestantischen Gymnasium, seine Mutter stammte aus einer Pastorenfamilie und war eine überzeugte Pietistin. In Straßburg wuchs Oberlin zweisprachig auf. Die Ferien verbrachte die Familie auf ihrem Landgut im nahe gelegenen Schiltigheim. Dort lernte Oberlin reiten, betrieb Naturstudien und erwarb Grundkenntnisse in der Landwirtschaft und Geflügelzucht.
Von 1756 bis 1767 studierte er in Straßburg Theologie. Seine Ausbildung dauerte ungewöhnlich lange, denn es gab buchstäblich nichts, das Oberlin nicht interessierte: Dogmatik, Exegese und Kirchengeschichte standen auf dem Lehrplan, ebenso wie Latein, Altgriechisch und Hebräisch. Englisch lernte er aus reiner Neugier. Außerdem belegte er Philosophie, Mathematik, Astronomie, Naturgeschichte, Geographie und Recht. Sein Wissensdurst war – und blieb – enorm. Allein in den Jahren von 1766 bis 1780 las er 538 Bücher.
Um das Studium zu finanzieren, verdingte er sich als „Hofmeister“, das heißt als Hauslehrer, bei dem seinerzeit bekannten Straßburger Chirurgen Daniel-Gottlieb Ziegenhagen, der ihm außerdem die Grundlagen der Medizin beibrachte. Von Ziegenhagen lernte Oberlin den Aderlass und auch, welche Heilpflanzen sich zur Schmerzlinderung eigneten.
Mehr aus Geschichte & Archäologie
Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Geschichte & Archäologie.
Einer der produktivsten Vertreter der Aufklärung war der Publizist Adolph Freiherr von Knigge. Neben seinen Hauptwerken schrieb er zahllose Rezensionen und…
Waldersbach war die erste Pfarrei des 26-Jährigen. Am 20. März 1767 traf er dort ein, nicht ahnend, dass er an diesem Ort seine Lebensaufgabe finden würde. Ein Jahr später heiratete er Madeleine Salomé Witter, die in rascher Folge neun Kinder zur Welt brachte.
Stuber hatte bereits 1751 den Bau der Waldersbacher Kirche veranlasst und mit Spendengeldern zwei weitere Filialkirchen bauen lassen. Er sorgte dafür, dass seine Pfarrkinder lesen lernten. Zu diesem Zweck entwarf er eine Lesefibel, die 1762 in Straßburg erschien. Sein Konzept der Schulpflicht mit Einteilung der Kinder nach ihrem Wissensstand, Aufstockung der Unterrichtsstunden und Abendunterricht für Erwachsene – kurz: dem allgemeinen Zugang zu Bildung – war seiner Zeit voraus. Abgesehen davon richtete er eine Leihbibliothek ein.
Die örtlichen Bildungseinrichtungen macht Oberlin zu seinem zentralen Projekt
Diesen reformpädagogischen Ansatz Stubers führte der junge Oberlin fort. Zunächst stieß er jedoch auf ein praktisches Problem – er verstand den Dialekt des „Ban de la Roche“ nicht, und kaum jemand beherrschte die französische Hochsprache. Zu Anfang, heißt es, habe Oberlin sogar einen Dolmetscher benötigt.
Eine seiner ersten Maßnahmen war die Verbesserung der Infrastruktur. Anfang der 1770er Jahre begannen die Gemeindemitglieder mit dem Bau von Wegen und der spendenfinanzierten „Brücke der Barmherzigkeit“ über die Bruche, die nur schwer zu überqueren war. Jetzt entfiel der mühsame Weg über den Vogesenkamm. Die wirtschaftlichen Verhältnisse im Tal verbesserten sich weiter, als eine Manufaktur in Fouday eröffnete und Aufträge in Heimarbeit vergab.
Freiwillige aus fünf Gemeinden errichteten ein Schulhaus in Bellefosse. Das barocke Pfarrhaus in Waldersbach, das seit 1958 das Oberlin-Museum (siehe Kasten Seite 60) beherbergt, folgte 1787. Hier zeigte sich bereits Oberlins Wille zur „Selbstwirksamkeit“: Wenn Unterstützung weder von der weltlichen noch von der lutherischen Obrigkeit in Straßburg zu erwarten war, nahm er die Dinge selbst in die Hand. Er griff zur Hacke und ging als Vorbild voran.
Von jedem Brautpaar wünschte er sich die Pflanzung einer Linde. So entstand im Lauf der Jahre eine Allee, die von Waldersbach zum nahen Pass, dem Col de la Perheux, führt. Die Linden spendeten Schatten, und ihre Blüten fanden Anwendung bei Fieber und lieferten Nahrung für die Bienen, deren Zucht Oberlin im Steintal propagierte.
Wegweisend waren Oberlins Ansätze im Bildungsbereich. Für Stubers Leihbibliothek schaffte er Spiele und neue Bücher an. Neben erbaulichen und agrarökonomischen Schriften gab es nun auch Werke aus den Bereichen Philosophie, Biologie, Astronomie, Geographie und Literatur.
Darüber hinaus stellte er Themenhefte zusammen und begründete eine Lehrmittelsammlung. Er schnitzte Landkarten in Holztafeln, beschaffte optische Instrumente wie Mikroskope, Kaleidoskope und Guckkästen und fertigte eine Reihe von Lehrkarten an. Diese stellten das Sonnensystem dar, den menschlichen Körper, die Länder Europas, Farben und Edelsteine oder Flora und Fauna.
Allein zum Thema Tiere existieren 140 Karten. So lernten die Kinder im Steintal sogar, wie ein Affe aussah oder ein Pangolin, ein Schuppentier. Bedürftige konnten die Schulbücher zum halben Preis erwerben, wenn sie dem Lehrpersonal kleine Hilfsdienste leisteten.
Für Kinder vom sechsten bis zum 16. Lebensjahr bestand eine zweistündige Schulpflicht. Unterrichtet wurden Lesen, Diktatschreiben, Kennenlernen der römischen und arabischen Zahlen, Rechnen im Kopf und auf dem Papier, Französisch (so trugen es die Kinder ganz nebenbei in ihre Elternhäuser), freies Nacherzählen und das Auswendiglernen von Hymnen.
Gute Leistungen werden belohnt
Buchstaben wurden spielerisch durch Singen und Zahlen mittels Würfeln gelernt. Oberlin führte das Klassenbuch ein und sorgte für eine auskömmliche Besoldung der Lehrer. Gute Leistungen wurden durch kleine Geschenke wie Stifte oder Farben belohnt. In Bezug auf die Bildung der Kinder dürfe man „weder Mühe noch Kosten scheuen und sie nur im alleräußersten Fall einen ganzen Sommer zum Viehhüten schicken, wo sie nichts oder Dummheiten“ lernten, so meinte der Pfarrer.
Ebenso verhielt es sich mit den Erwachsenen. Hier wie dort redete Oberlin einer protestantischen Nützlichkeitsethik das Wort. Die Abendschulen für Erwachsene wurden um Sonntagsschulen erweitert, in denen anhand von Textaufgaben lebensnahes Rechnen unterrichtet wurde – nicht zuletzt, um die Gemeindemitglieder von „frivolen Vergnügungen“ fernzuhalten.
Oberlins Herzensanliegen war jedoch die frühkindliche Bildung. Zu seinem großen Kummer stellte er fest, dass Kleinkinder sich selbst überlassen blieben, während die Eltern in der Landwirtschaft arbeiteten. Deshalb war er hocherfreut, als er Ende 1769 hörte, dass eine junge Frau aus Belmont, Sara Banzet, kleine Kinder in Obhut nahm, um ihnen das Stricken beizubringen. Als Dienerin im Pfarrhaus bei Stuber hatte sie die bis dahin nicht geübte Kulturtechnik kennengelernt.
Gegen die Zahlung von zwei Louisdor pro Jahr bot ihr Oberlin an, als Erzieherin in seine Dienste zu treten. In den folgenden Jahren schulte das Pfarrersehepaar insgesamt sieben Erzieherinnen. Sara Banzets „Strickschule“ bildete den Kern einer Einrichtung, die der Pädagoge Friedrich Fröbel im 19. Jahrhundert als „Kindergarten“ bezeichnen sollte.
In dieser Einrichtung lernten die Kinder jetzt auch nach Oberlins Konzept – jedes in seinem eigenen Rhythmus – einfaches Rechnen und Französisch. Auf Ausflügen in die Natur lernten sie die Pflanzen ihrer Heimat kennen. Welche eigneten sich zur Heilung von Krankheiten, welche konnte man essen, und wie stellte man Farben daraus her? Es wurde gemalt und gesungen, und beim Spielen lernten die Kinder, Konflikte auf friedliche Weise zu lösen. Die moderne Neurobiologie hat das bestätigt, was Oberlin schon damals wusste: dass das „Begreifen“ und die Beweglichkeit der Hände das Lernen fördern.
In der Natur sah Oberlin eine Lehrmeisterin des Menschen, da sie ihm half, die göttliche Ordnung der Welt zu erkennen. Er legte Herbarien an, beschaffte Werke über Schädlingsbekämpfung und Düngemethoden, machte neue Saaten wie Luzerne und Lein im Tal bekannt und schrieb nieder, auf welche Arten man Brennnesseln, Löwenzahn oder wilde Rüben zubereiten konnte.
Oberlin sorgte sich auch um die medizinische Betreuung der Bevölkerung. Zwar gab es seit 1770 einen Chirurgen im nahe gelegenen Rothau, doch diesen hielt Oberlin für einen Quacksalber. Bruchoperationen führe er recht ordentlich aus, meinte Oberlin, auf dem Gebiet der inneren Medizin sei er jedoch gleichermaßen „ignorant wie tollkühn“. Durch seine flinke Zunge gelinge es ihm, „das Ausmaß seiner Unkenntnis“ wenigstens etwas zu kaschieren. Als der Mediziner dann noch widersprüchliche Ratschläge erteilte, empfahl Oberlin den Mitgliedern seiner Pfarrgemeinde, sich besser von ihm fernzuhalten.
Medizinische Weiterbildung auf Eigeninitiative
Stattdessen schickte er den Lehrer Sebastian Scheidegger zu Daniel-Gottlieb Ziegenhagen nach Straßburg. Dort erlernte Scheidegger die Versorgung von Brüchen und das Anlegen von Verbänden, seit 1800 impfte er auch gegen die Pocken. Junge Frauen erhielten die Gelegenheit, sich in Straßburg zu Hebammen ausbilden zu lassen.
Darüber hinaus entwarf Oberlin eine Reihe von Informationsblättern zur Hygiene und der Behandlung der häufigsten Krankheiten. Am Pfarrhaus legte er einen botanischen Lehrgarten mit Heilpflanzen an, und im Jahr 1770 eröffnete er eine Apotheke, in der kostenlos Arzneien ausgegeben wurden.
Nachdem ein Brand in Fouday im Jahr 1803 drei Häuser vernichtet hatte, erhielt die Pfarrei eine spendenfinanzierte Feuerspritze aus Straßburg. Oberlin ließ einige Arbeiter im Gebrauch der Spritze und ihrer Wartung unterweisen und schrieb eine Gebrauchsanleitung. Untergebracht wurde die Apparatur allgemein zugänglich im Pfarrhaus.
1789 richtete Oberlin einen Fonds für landwirtschaftliche Mikrokredite ein. Sicherheiten verlangte er von seinen Pfarrkindern nicht. Jeder zahlte jährlich so viel zurück, wie er erübrigen konnte. Nach sechs Jahren Laufzeit wurde der Kredit vorbehaltlos getilgt – egal, wie hoch die Restschuld war. Das System basierte auf Vertrauen, und Oberlin erlebte nur selten eine Enttäuschung.
Als Theologe war der Pietist Oberlin offen und undogmatisch. Er korrespondierte mit Glaubensgeschwistern aus allen theologischen Richtungen. Seine Einstellung könnte man als eine Verbindung von praktischem Pietismus, Wissenschaft im Geist der Aufklärung und einem Hang zur Mystik charakterisieren. Oberlin interessierte sich für das Werk des Mystikers Emmanuel Swedenborg. Als ihn der plötzliche Tod seiner Frau im Januar 1783 in eine Krise stürzte, trieb ihn die Frage um, wo sich die Seelen der Verstorbenen in der „Geistigen Welt“ aufhielten. Im Gegensatz zu den Gelehrten seines Zeitalters, die Volksfrömmigkeit und Aberglauben verachteten, wollte er wissen, welche Geschichten über Geister im Steintal erzählt wurden.
Bekannte Korrespondenzpartner waren sein ehemaliger Straßburger Schüler Jean-Frédéric Simon, der als Lehrer am reformpädagogischen Philanthropinum in Dessau wirkte, der Augenarzt und Schriftsteller Johann-Heinrich Jung, genannt Stilling, sowie der Zürcher Pfarrer und Philosoph Johann Kaspar Lavater. Oberlin war ein Anhänger von Lavaters Lehre der Physiognomie, wonach der Charakter des Menschen sich in seinem Äußeren spiegele.
Ein Pestalozzi-Schüler macht ein „Praktikum“
Um 1767 traf Oberlins Schüler Simon zusammen mit dem Schweizer Lehrer Christoph Kaufmann zu einem Besuch ein. 1810 schickte der Schweizer Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi seinen Schüler und späteren Begründer der Vergleichenden Pädagogik, Marc-Antoine Jullien de Paris, als „Praktikanten“ nach Waldersbach.
Oberlins berühmtester Gast war der junge Dichter Jakob Michael Reinhold Lenz (1751–1792). 1771 war Lenz ins Elsass gereist und hatte in Straßburg die Bekanntschaft mit Goethe gemacht, der damals dort studierte. 1774 publizierte Goethe Lenz’ „Anmerkungen über das Theater“. Während Oberlin in Frankreich als Begründer der frühkindlichen Pädagogik verehrt wird, ist der Name des Dichters hierzulande eher durch Georg Büchners Erzählung „Lenz“ ein Begriff. Sie thematisiert Lenz’ Aufenthalt in Waldersbach. Im Herbst 1777 hatte sich Lenz, an paranoider Schizophrenie erkrankt, bei Christoph Kaufmann in Basel aufgehalten. Dieser verwies ihn an Oberlin.
Im Januar 1778 traf Lenz in Waldersbach ein. „Den 20. ging Lenz übers Gebirg“, leitet Büchner die Erzählung ein – und die karge, zerklüftete, unwirtliche Winterlandschaft spiegelt Lenz’ Seelenzustand und seine innere Zerrissenheit wider. Er blieb einige Zeit in Waldersbach, mit den Mitteln der damaligen Zeit war ihm jedoch nicht zu helfen.
Trotz all der genannten Aktivitäten fand Oberlin sogar noch die Zeit, eine 272 Seiten umfassende Chronik seiner Pfarrei (1770 bis 1822) zu führen.
Gab es etwas, das ihm in seinem tätigen Leben fehlte? Oberlin bekannte, seit seiner Kindheit an Fernweh gelitten zu haben. Diesem Bedürfnis konnte er in den Jahren 1778 und 1780 in Württemberg nachkommen, wo er sich dem Studium von Schulen der Reformpädagogik widmete. Die beiden Reisen scheinen jedoch die einzigen Ausnahmen gewesen zu sein. Zwar hatte sich das Ehepaar Oberlin in den 1770er Jahren dazu entschieden, eine Pfarrstelle in der Neuen Welt anzunehmen, doch der amerikanische Unabhängigkeitskrieg vereitelte die Reise. Seiner Reiselust zu entsagen akzeptierte Oberlin als eine fortwährende Übung in Geduld und Demut.
Gelegentlich wurde Oberlin hinzugezogen, wenn es darum ging, Streit unter den Mitgliedern seiner Gemeinde zu schlichten. Zu diesem Zweck hatte er ein „Versöhnungsbild“ entworfen, das wie ein Fächer gefaltet war. Betrachtete man das Bild von der einen Seite, sah man einen Engel, betrachtete man es von der anderen Seite, eine Rose. Nun zeigte er den Streithähnen das Bild und forderte sie auf, zu sagen, was es darstellte. Dann ließ er sie die Plätze tauschen und fragte, was sie jetzt sahen.
Keiner müsse seine eigene Sichtweise aufgeben, um sich in die des anderen hineinzuversetzen. „Versucht dies auch mit der Frage, die Euch entzweit, es wird Euch ebenso gelingen. Sich in den anderen hineinzuversetzen, ist das große Geheimnis mit ihnen und mit sich selbst in Frieden zu leben.“
Jean Frédéric Oberlin starb am1. Juni 1826 in Waldersbach. Er wurde auf dem Friedhof in Fouday beigesetzt. Ein Epitaph in der Kirche in Waldersbach erinnert an „Père“ Oberlin, den großen Sozialreformer, Pädagogen und „Vater“ des Ban de la Roche.
Autorin: Dr. Birgit Bernard
DAMALS PlusGeschichte & Archäologie
Die Milch der Muttergottes macht’s
30. Juni 2026
Marienmilch war im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit ein gefragtes Wundermittel. Eine Studie beleuchtet den Kult um das Sekret aus Marias Busen.
DAMALS PlusGeschichte & Archäologie
Als der Fußball heimkehrte
30. Juni 2026
Rund 400 Millionen Menschen sahen am 30. Juli 1966 das WM-Finale zwischen England und Deutschland im Londoner Wembley-Stadion – und ein Tor, das in die…
Geschichte & Archäologie
Wo die Millionäre des Deutschen Kaiserreichs wohnten
30. Juni 2026
Auch vor 100 Jahren gab es in Deutschland Millionäre. Ein Beamter listete ihre Namen, Wohnorte und Berufe auf. Aus diesen Daten sind nun interaktive Karten…