Der in Vicenza geborene, humanistisch gebildete Ritter des Johanniterordens verfügte nicht nur über eine vorzügliche Konstitution – während die meisten Besatzungsmitglieder unterwegs verstarben, war er nach eigenem Bekunden keinen einzigen Tag krank gewesen –, sondern auch über literarisches Talent. Seine Schilderungen der Gefahren des Meeres sind ebenso anschaulich wie seine Beschreibungen der Bewohner Patagoniens, der Philippinen, der Molukken und Osttimors. Pigafetta bietet detaillierte Darstellungen ihrer Lebensweise, Bräuche und Riten,
in denen er zwar eigene Erlebnisse und Erfahrungen mit Mythen und Stereotypen vermischt, aber gleichwohl eine bemerkenswerte Neugier und Offenheit erkennen lässt.





