Insgesamt enthält Seths Ernährungskunde über 150 Kapitel, in denen der Gelehrte Nahrungs- und Genussmittel sowie deren gesundheitsfördernde bzw. -schädliche Eigenschaften beschreibt: Welche Speisen oder Getränke wirken gegen Vergiftungen? Welche helfen, wenn man einen über den Durst getrunken hat? Welche verursachen Magenschmerzen? Neben Brot, Butter, Wein, Salz, Essig, Milch, Honig, Fisch und Fleisch finden sich auch ungewöhnlichere Einträge etwa zu Moschus oder Schweinswal. Manche Hinweise sind noch heute nützlich, andere sollte man vielleicht besser mit Vorsicht genießen. Wertvoll ist das Werk aber vor allem deshalb, weil es faszinierende Einblicke in die Alltagswelt des Byzantinischen Reichs bietet.
Als eine Art Universalmedizin preist Seth den Knoblauch an, der heute in der Naturheilkunde noch immer als Multitalent gilt. Seth zufolge wirkt er als Mittel gegen Gift, „vertreibt Darmwürmer und zerstreut Darmwinde“. Auch bei chronischen Hüftschmerzen, Husten, Hautausschlägen oder mangelnder Libido ist angeblich auf die geruchsintensive Knolle Verlass. Andere Mittel sollen der angeschlagenen Psyche helfen: „Bei melancholischen Mutlosigkeiten fördert der Samen von Basilikum Ausgelassenheit und Fröhlichkeit.“





