Neugierig und sehr offen berichtet Humboldt etwa von den „Indianern“, die er antraf, und charakterisiert sie als „getreueste, exakteste Beobachter der Natur“, zeigt sich fasziniert von der Vielfalt ihrer Sprachen und lehnt das System der Sklaverei entschieden ab. „Die Sklaverei ist auf Unmoral gegründet“, schreibt er. Sehr kritisch geht er auch mit dem Christentum ins Gericht: Unter der „Maske“ der christlichen Religion würden „die Menschen am unglücklichsten“.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger
Alexander von Humboldt
Das Buch der Begegnungen
Menschen, Kulturen, Geschichten aus den Amerikanischen Reisetagebüchern
Hrsg. von Ottmar Ette
Manesse Verlag, München 2018, 393 Seiten, € 45,–





