von URSULA PRUTSCH
Sojourner Truth, heute als bedeutende Frauenrechtlerin der USA gewürdigt, erblickte um 1797 im Staat New York das Licht der Welt – als Sklavin. Weil sie einer Familie niederländischen Ursprungs gehörte, wuchs Isabella, wie man sie nannte, holländischsprachig auf. Dass Sklavenhalter die Identität afrikanischer Verschleppter brachen und ihnen europäische Namen aufzwangen, dass Sklaven aus Mangel an Mobilität oftmals nur die Sprache ihrer Besitzer redeten, war üblich. Hing im englischen Recht der Status eines Kindes vom Vater ab, so bestimmte ihn in den englischen Kolonien die Mutter. Denn die Väter waren nicht selten die Besitzer der Sklavinnen. So wuchs auch Isabella ausgebeutet auf und wurde mehrmals weiterverkauft.





