Dass Alexander der Große, seit 336 v. Chr. König der Makedonen, in nur wenigen Jahren ein Weltreich errichtete, ist bestens bekannt. Dass aber sein Vater Philipp II. (359–336 v. Chr.) die Grundlagen für den Siegeszug Makedoniens gelegt hatte, wurde lange nur wenig beachtet. Mit einer Mischung aus Eroberungszügen und strategisch angelegter Diplomatie gelang es Philipp, aus dem Kleinstaat im Norden der griechischen Welt eine Hegemonialmacht zu formen. Legendär ist Philipps Heiratspolitik: Durch mindestens sieben Ehen sicherte er die Beziehungen zu den nun unter seiner Herrschaft stehenden Gebieten ab.