Im Konflikt um ein Agrargesetz spaltete sich 133 v. Chr. der Senat, die tonangebende Institution der römischen Republik, in zwei zunehmend feindliche Lager. Akute Krisen folgten: Siegreiche Feldherren griffen nach der Macht, die gesellschaftliche Elite verstrickte sich in Intrigen, bis schließlich Bürgerkrieg herrschte. Marcus Tullius Cicero steht mit seiner wechselvollen Karriere beispielhaft für den Niedergang der Republik, an deren Ende die Alleinherrschaft stand: Der Anwalt, Politiker und Schriftsteller stritt für den Erhalt der alten Ordnung, wechselte selbst mehrfach die Seiten und wurde schließlich von seinen politischen Gegnern ermordet.