Im Juni 1941 fielen in Bagdad mehrere hundert Juden einem Gewaltexzess zum Opfer. Der zweitägige Pogrom, „Farhud“ genannt, war das blutige Vorspiel der kollektiven Ausweisung der irakischen Juden, mit der zehn Jahre später zweieinhalb Jahrtausende jüdischen Lebens an Euphrat und Tigris endeten.
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Weg, nur weg. Der 14-jährige Ovadia rannte um sein Leben, hinter ihm eine mit Messern, Äxten und Knüppeln bewaffnete Meute. Der Junge hatte die Polizeiwache an der Ghazi-Straße fast erreicht, da traf ihn ein Hieb in den Rücken und brachte ihn zu Fall. Sofort waren die Verfolger über ihm, Schläge prasselten auf ihn ein, doch er rappelte sich wieder hoch, schleppte sich über die letzten Meter bis zum Ziel. Die Tür ging auf, ein Uniformierter trat heraus, der den Mob mit vorgehaltener Waffe zurückscheuchte, den Blutüberströmten bei der Hand nahm und ins Innere zog: „Ganz ruhig, mein Sohn.“
Der Begriff „Farhud“ bedeutet im Arabischen des Zweistromlands soviel wie „gewaltsame Enteignung“. Als „Farhud“ sind jene Ereignisse in die Geschichte eingegangen, bei denen am 1. und 2. Juni 1941 in den Straßen Bagdads Juden gejagt und ermordet, jüdische Häuser aufgebrochen, geplündert und in Brand gesteckt wurden. Nach dem Pogrom sollen die Leichen von 179 Bagdader Jüdinnen und Juden identifiziert, weitere mindestens 600 in einem Massengrab verscharrt worden sein. Freunde und Helfer in den Reihen der Sicherheitskräfte wie im Fall des jungen Ovadia hatten sich nur ausnahmsweise gefunden.
So war ein Vertreter der Staatsmacht zugegen, als ein bewaffneter Mob die Haustür der Familie Muallem-Cohen aufsprengte. In fliegender Hast schickte Herr Muallem-Cohen Kinder und Frau die Treppe hinauf, damit sie sich übers Flachdach in Sicherheit bringen konnten. Als er selbst hinterherkommen wollte, krachte ein Schuss. „Sie haben meinen Mann umgebracht“, rief Frau Muallem-Cohen von der Treppe aus dem Polizisten zu, der im selben Moment das Haus betrat. „Wie willst du sterben?“, fragte der Uniformierte zurück und schlug der Frau mit dem Gewehrkolben den Schädel ein.
Bei Familie Dillal in der Ghazi-Straße erschoss ein Polizist, während die Plünderer das gesamte Mobiliar aus dem Haus trugen und auf einem draußen bereitstehenden Lastwagen verstauten, nacheinander Mutter, Tochter, Großmutter und Tante. In manchen Fällen nahmen Sicherheitskräfte jüdische Häuser mit einem Maschinengewehr unter Feuer, um dem Mob den Weg zu bahnen. Im Untersuchungsbericht einer irakischen Regierungskommission hieß es nach den Ereignissen: „Die ganze Nacht über spielte sich das Morden und Plündern unmittelbar unter den Augen der Polizei ab. Mehr noch: Einzelne Angehörige der Sicherheitskräfte … beteiligten sich an den Ausschreitungen.“
Für die jüdische Gemeinde Bagdads war der Farhud ein unerwarteter Schock. Vergleichbares hatte es in ihrer Geschichte noch nicht gegeben. Die Juden des Zweistromlands führten ihren Ursprung auf die Zeit des Babylonischen Exils zurück, von der im Alten Testament die Rede ist. Die Bibel berichtet von König Nebukadnezar, der zu Beginn des sechsten vorchristlichen Jahrhunderts Bewohner des Südreichs Juda aus Jerusalem nach Mesopotamien habe verschleppen lassen. Als deren Gefangenschaft knapp sechs Jahrzehnte später mit der Eroberung des Neubabylonischen Reiches durch den Perser Kyros den Großen endete, seien manche Juden im Land geblieben. So sei die älteste jüdische Diaspora der Welt entstanden.
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Die Juden an Euphrat und Tigris waren im Lauf der Zeit Untertanen der persischen Achämeniden, der makedonischen Seleukiden, der römischen Kaiser und der neupersischen Sassaniden. Sie lebten als „Schutzbefohlene“ unter der Herrschaft der abbasidischen Kalifen von Bagdad, überdauerten den verheerenden Mongolensturm des Jahres 1258, wurden schließlich Teil des Osmanischen Reichs. Dessen Auflösung zu Beginn des 20. Jahrhunderts sollte auch den Untergang des mesopotamischen Judentums einleiten. Ausschlaggebend waren zwei Faktoren: die durch den Ersten Weltkrieg etablierte Hegemonie der Westmächte England und Frankreich im Nahen Osten sowie, damit eng verknüpft, die Herausbildung des arabischen Nationalismus.
Der arabische Nationalismus: ein Nebeneffekt der Nahostpolitik von Briten und Franzosen
Im Kampf gegen das im Weltkrieg mit Deutschland verbündete Osmanische Reich hatten die Briten auf das Verselbständigungsstreben der arabischen Untertanen des Sultans in Konstantinopel gesetzt und dafür das Bündnis mit einer der ehrwürdigsten Familien der arabischen Halbinsel gesucht. Die Haschemiten führten ihren Ursprung auf den Urgroßvater des Propheten Mohammed zurück und herrschten seit dem 10. Jahrhundert als Scherifen über die heiligen Städte Mekka und Medina.
Die Regierung in London stellte dem Scherifen Hussein den Königstitel eines geeinten Arabiens in Aussicht. Ganz ernst war es ihr damit nicht. Den Zionisten versprachen die Briten später eine „jüdische Heimstatt“ zwischen Mittelmeer und Jordan. Mit ihren französischen Alliierten hatten sie sich da bereits über die Aufteilung der arabischen Gebiete des Osmanischen Reichs verständigt.
Nach dem Waffenstillstand im Herbst 1918 fügten sie die Provinzen Basra, Bagdad und Mossul zu einem politischen Gebilde zusammen, dessen Grenzen so gezogen waren, dass sie die bedeutendsten bekannten Erdölvorkommen der Region einschlossen. Das kurdisch geprägte Mossul befand sich, als die Kämpfe endeten, noch in Händen der osmanischen Armee. Nur militärischer Druck und eine kreative Interpretation der Waffenstillstandsbedingungen verhalfen den Briten dazu, auch die dortigen Ölquellen ihrem neuen Staat, dem Irak, einzuverleiben. Vom Völkerbund ließen sie sich 1920 das Mandat über das Land übertragen und installierten 1921 den Haschemitenspross Faisal als König in Bagdad. Einen Aufstand der kurdischen und arabischen Stämme hatte die Royal Air Force zuvor mit Bomben und Giftgas niedergekämpft.
Der neue Herrscher des Irak hatte bis dahin das Dasein eines vagabundierenden Monarchen gefristet, seinen Thron zunächst in Damaskus errichten wollen, wo er von den Franzosen, als diese ihr Mandat über Syrien übernahmen, mit Waffengewalt vertrieben worden war. Erfolg war seiner Dynastie auch am Tigris nicht beschieden. Faisal I. starb 1933, sein Nachfolger König Ghazi kam 1939 durch einen Autounfall ums Leben. Wieder fand sich ein Prinz aus dem weit verzweigten Haschemitenklan, Abd al-Illah, der für den dreijährigen König Faisal II. die Regentschaft übernehmen musste.
Die jüdische Bevölkerung auf dem Gebiet des heutigen Irak hatte bereits in den ersten zwei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts um zwei Drittel abgenommen. Hatte die osmanische Verwaltung 1906 in den drei Provinzen 256 000 und am Vorabend des Ersten Weltkriegs 187 000 Juden gezählt, so waren es 1920 bei Beginn der britischen Mandatszeit nur noch 87 000. Etwas mehr als die Hälfte lebte in Bagdad, dessen Bevölkerung unterschiedlichen Schätzungen zufolge in der Zwischenkriegszeit zu einem Viertel bis zu einem Drittel jüdisch war. Die übrigen Juden verteilten sich auf Basra im Süden und Mossul im Norden.
Die Mandatsherrschaft erwies sich für die religiösen Minderheiten, für Christen, aber auch Juden, in mancherlei Hinsicht als Gewinn. In osmanischer Zeit hatten sie sich mit dem minderrangigen Status von „Schutzbefohlenen“ einer islamischen Obrigkeit bescheiden müssen. Jetzt sollten sie gleichberechtigte Bürger eines nach dem Willen seiner britischen Urheber modernen Staats sein. Insbesondere in Bagdad verfügten gebildete und vermögende Mitglieder der jüdischen Gemeinde über alle Voraussetzungen gesellschaftlichen Erfolgs. Unter ihnen waren Ärzte, Juristen, ranghohe Beamte, Parlamentsabgeordnete. Im Wirtschaftsleben der Stadt spielten sie eine führende Rolle. Von 19 Mitgliedern der Bagdader Handelskammer waren zehn Juden.
„Die Juden dort sind zufrieden mit ihrem Leben. Sie nehmen Anteil an allen Bereichen von Handel und Wirtschaft und denken nicht an Auswanderung“, so begründete der irakisch-jüdische Journalist Salman Shina in einer Runde zionistischer Funktionäre, warum seine Landsleute an deren Projekt der Besiedlung Palästinas keinerlei Interesse hatten. Menahem Daniel, prominenter jüdischer Bürger Bagdads, stellte 1922 fest: „Tatsächlich haben die Juden in diesem Land eine bemerkenswerte Position inne. Sie stellen ein Drittel der Bevölkerung der Hauptstadt und haben weite Teile des Handels im Land in ihren Händen. Sie genießen einen höheren Bildungsstandard als die muslimische Bevölkerung.“
Vor dem Hintergrund einer weithin missliebigen Fremdherrschaft ließ dieser gesellschaftliche Erfolg in Teilen der Mehrheitsgesellschaft freilich den Verdacht der Kollaboration aufkommen. Die jüdische Minderheit geriet ins Visier eines arabischen Nationalismus, der sich zusehends radikalisierte. Den Treibstoff bezog er aus der Frustration über die Hegemonie der Westmächte allgemein, insbesondere aber auch über die fortschreitende jüdische Siedlung in Palästina. Auch daran sollten die Briten als verantwortliche Mandatsmacht die Schuld tragen.
Der Großmufti von Jerusalem befeuert die Judenfeindschaft
Das Amalgam von arabischem Nationalismus und Judenfeindschaft verkörperte der geistige und politische Mentor des Widerstands gegen das zionistische Siedlungsprojekt, der Großmufti von Jerusalem, Mohammed Amin al-Husseini, in geradezu idealtypischer Weise. Der geistliche Herr war ein rabiater Judenhasser mit Ausrottungsphantasien, dessen Einfluss über die gesamte arabische Welt ausstrahlte. „Das Palästina-Problem hat alle arabischen Staaten im Hass gegen Engländer und Juden vereint“, notierte der Mufti. „Wenn Hass eine Voraussetzung der nationalen Einheit ist, dann können wir sagen, dass das Palästina-Problem diese Einheit beschleunigt hat.“
Während des Zweiten Weltkriegs beanspruchte Großmufti al-Husseini für die Araber das „Recht, das Problem des jüdischen Elements in Palästina und anderen arabischen Ländern im Einklang mit ihren Interessen und in derselben Weise zu lösen, wie die Frage derzeit in den Ländern der Achse beigelegt wird“ – also im nationalsozialistischen Deutschland und im faschistischen Italien.
Insbesondere das „Dritte Reich“ galt arabischen Nationalisten seit den frühen 1930er Jahren als Modellstaat. Sie bewunderten die autoritäre Ordnung, den gesellschaftlichen Kollektivismus, Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik. „Allah im Himmel, auf Erden Hitler“, war eine in den Straßen von Kairo, Damaskus und Bagdad geläufige Parole. Auch Hochrufe auf Hitler, den „Vertilger von Insekten und Juden“, waren zu hören. Die deutsche Botschaft in Bagdad kaufte sich 1933 in die Zeitung „Al-Alam al-Arabi“ („Die Arabische Welt“) ein. Seither erschienen darin regelmäßig Auszüge aus „Mein Kampf“.
Der irakische Mediziner und Politiker Sami Shawkat, Generaldirektor des Bagdader Bildungsministeriums, hatte 1934 die Jugendorganisation „Al-Futuwwa“ – etwa: „Die Ritterschaft“ – ins Leben gerufen, welche die Hitlerjugend kopierte und 1938 eine Delegation zum Nürnberger Reichsparteitag entsandte. „Die Nation, die es im todbringenden Handwerk mit Eisen und Feuer nicht zur Meisterschaft bringt, ist verdammt, unter den Stiefeln einer fremden Soldateska zu enden“, hämmerte Shawkat seinem jugendlichen Publikum ein. In einem Buch über den europäischen Faschismus nannte er 1939 die Juden den „inneren Feind“.
Es bedurfte eines Anlasses, um diese Stimmungslage in einem Gewaltexzess explodieren zu lassen. Er fand sich, als im Frühjahr 1941 irakisch-britische Spannungen zu einem kurzen militärischen Schlagabtausch führten. Die Briten hatten auch nach dem Ende ihrer Mandatsherrschaft 1932 einen Fuß in der irakischen Tür behalten. Unter anderem verfügten sie 80 Kilometer westlich von Bagdad über einen Luftwaffenstützpunkt in Habbanija. Ein Beistandspakt garantierte ihnen zudem den ungehinderten Durchmarsch ihrer Truppen. Populär war das Abkommen nicht, denn in der politischen Klasse, mehr noch im Militär, gab es einflussreiche Gruppen, die ein Bündnis mit dem „Dritten Reich“ lieber gesehen hätten.
Am 1. April 1941 putschte eine Clique nazifreundlicher Offiziere und hievte einen Vertrauensmann der deutschen Botschaft, Raschid Ali al-Gailani, in den Sessel des Ministerpräsidenten. Der Regent Abd al-Illah konnte sich unerkannt aus dem Palast schleichen und im Hafen von Basra auf ein britisches Kanonenboot retten. In der Hoffnung auf deutsche Hilfe suchte die neue Regierung zügig die Konfrontation und ließ den Stützpunkt in Habbanija von Truppen umstellen. Sie hatte sich indes verrechnet: Wirksame deutsche Unterstützung blieb aus, während die Briten mit Luftangriffen auf Bagdad zurückschlugen und aus Palästina eine Entsatzstreitmacht in Marsch setzten. Diese erreichte Ende Mai die Außenbezirke der irakischen Hauptstadt. Dort brach Panik aus. Al-Gailani und seine Anhänger setzten sich in den Iran ab, während am frühen Morgen des 1. Juni der Regent in seinen Palast zurückkehrte.
Wie es in diesen Stunden des faktischen Machtvakuums zum Farhud hat kommen können, darüber gibt es unterschiedliche Lesarten. Nach Feststellungen der späteren irakischen Untersuchungskommission traf am Morgen des 1. Juni eine Gruppe jüdischer Honoratioren im Sonntagsstaat, die im Palast dem Regenten ihren Willkommensgruß entboten hatten, an einer Tigrisbrücke auf eine Bande demoralisierter und frustrierter Soldaten. Diese seien mit Messern und Äxten über die Juden hergefallen, die vermeintlichen Komplizen des siegreichen britischen Feindes. Von hier hätten sich die Ausschreitungen über weitere Teile der Stadt ausgebreitet.
Aussagen jüdischer Überlebender, die im Regierungsbericht keine Berücksichtigung fanden, zeichnen ein anderes Bild. Demnach begann der Farhud nicht mit dem spontanen Ausbruch einer disziplinlosen Soldateska, sondern war organisiert und gesteuert, und zwar aus der Al-Gailani-Moschee, einem der ältesten und bedeutendsten sunnitischen Gotteshäuser Bagdads. Im Lauf des 1. Juni seien dort immer wieder Gläubige zusammengekommen, um judenfeindliche Hetzpredigten anzuhören. Gegen 18 Uhr sei die Menge ins Freie gestürzt. Durch die Straßen gellte der Ruf: „Schlachtet die Juden!“
Der Blutrausch ist ein Vorspiel für die Vertreibung des Jahres 1951
Auf der Ghazi-Straße, einer Hauptverkehrsachse, hielten die Marodeure Kleinbusse an, zerrten jüdische Insassen aufs Pflaster und schlugen sie tot. Gegen 19 Uhr eröffneten Sicherheitskräfte das Feuer und setzten dem Treiben ein Ende. Die Ausschreitungen verlagerten sich jetzt in weiter östlich gelegene Stadtviertel, wo seit etwa 21 Uhr jüdische Häuser gestürmt und geplündert wurden. „Was man nicht transportieren kann, wird demoliert. … Wer den geringsten Widerstand leistet, wird auf der Stelle abgestochen. Und die Frauen müssen den raubenden Männern zu Willen sein“, berichtete ein Überlebender, der in der „mit Pickeln, Dolchen, manchmal auch mit Gewehren“ bewaffneten Menge Frauen, Kinder, Jugendliche ausgemacht hatte, „die Freudenschreie ausstießen“.
Eine andere Augenzeugin erinnerte sich: „Mein Großvater war einkaufen und wurde dabei zusammengeschlagen. Sie beschimpften ihn als Juden und Engländer. Sie schlugen ihn, und er blutete überall. In Todesangst harrten wir die ganze Nacht auf dem Dach aus … Unten schlugen sie gegen die Türen, brachen sie auf, Geschrei überall, weinende Menschen.“
Währenddessen verharrten die britischen Truppen stoisch am Stadtrand von Bagdad, ohne einzugreifen. „Es wäre der Würde unseres Verbündeten, des Regenten, abträglich, wenn es so aussähe, als würde er bei seinem Eintreffen von britischen Bajonetten unterstützt“, notierte ein Offizier der Entsatztruppe. Die Regierung in London war penibel darauf bedacht, den Eindruck zu vermeiden, ihre Streitkräfte hätten den Irak erobert und besetzt. Nach ihrer Lesart hatten sie lediglich die rechtmäßige Ordnung wiederhergestellt.
Die Vereinten Nationen erklärten 2015 den 1. Juni zum „Internationalen Farhud-Tag“. Aus heutiger Sicht bildeten die Ereignisse das blutige Vorspiel zur Enteignung und Vertreibung von rund 120 000 irakischen Juden 1951 nach der Gründung Israels. In der Geschichtsbilder-Konkurrenz des Nahen Ostens haben sie ihren Platz gefunden: Die israelische Seite legt Wert darauf, den Farhud in den Kontext des Holocaust einzuordnen. Und sie setzt auch die Zahl von 650 000 Palästinensern, die 1948 ihre Heimat hatten verlassen müssen, zu jener der 900 000 aus arabischen Ländern vertriebenen Juden in ein Verhältnis.
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