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Segen und Fluch der römischen Straßen
Das Fernstraßennetz, das eine schnelle Verlegung von Truppen und den Austausch von Nachrichten erlaubte, war wesentlich für den Aufstieg Roms. Die wichtige Rolle der einfachen Bevölkerung beim Erhalt dieser Infrastruktur wurde lange Zeit verkannt.
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Der Fall war eigentlich recht klar, gerade weil es kein Einzelfall war. Marcus Fonteius soll, so die Anklage im Jahr 69 v. Chr., während seiner Zeit als Statthalter der römischen Provinz Gallia Narbonensis im heutigen Südfrankreich aus dem notwendigen Straßenbau illegal Gewinn für sich gezogen haben. Ihm wurde vorgeworfen, gegen Bestechungsgelder Arbeitsbefreiungen erlassen und Baumängel nicht geahndet zu haben. Zudem sollte er mittels Requirierungen – Enteignungen, die mit staatlicher Notwendigkeit begründet wurden – Geld, Getreide und Land erpresst haben. Solche Anklagepunkte warf man vielen früheren Statthaltern nach ihrer Rückkehr in die Hauptstadt Rom vor. Requirierungen für den Straßenbau, eine der wichtigsten Zuständigkeiten der Statthalter, waren gang und gäbe – deren Missbrauch offensichtlich auch.
Die Bedeutung der Verkehrswege für den Erfolg des Römischen Reichs ist hinlänglich bekannt. Nur dank der Straßen konnten die Truppen schnell die jeweiligen Brennpunkte erreichen. Das Wegenetz war auch essentiell, um Informationen und Waren zügig ans Ziel zu bringen. Als Ergebnis dieser Notwendigkeiten entstand ein Straßengeflecht, das viele Tausende Kilometer umfasste.
Straßen – die Lebensadern des römischen Weltreichs
Dabei wird schnell vergessen: Jeder einzelne Kilometer Neubau einer römischen Straße war ein mühevoller Prozess. Ein sehr realistisches Bild vom hierfür betriebenen Aufwand vermittelt der Dichter Publius Papinius Statius (gest. um 96) in einer Lobrede für Kaiser Domitian: „Die erste Arbeit war es hier, Gräben zu ziehen und die Straßenränder zu bezeichnen und die Erde bis zu einer gewissen Tiefe auszuheben; dann mussten die ausgehobenen Gräben mit anderem Material wieder aufgefüllt werden und es musste eine Grundlage geschaffen werden für die oberste Wölbung, damit der Boden nicht nachgibt und damit nicht ein trügerischer Untergrund [beim Befahren] ein zu unsicheres Bett bietet für das belastete Pflaster. Dann fügt man überall die Pflastersteine aneinander und befestigt die Straße mit zahlreichen Pflöcken. O, wie viele Hände arbeiten da gleichzeitig! Diese schlagen den Wald und entblößen die Berge, andere behauen mit dem Beil Blöcke und Balken; jene binden die Steine aneinander und fügen das Werk zusammen mit Zement und schwarzem Tuffstein; sumpfiges Gelände legt man trocken, und Bäche leitet man um“ (Übersetzung: Heinz Wissmüller).
Statius’ Beschreibung zeigt sehr deutlich: Neben fachlicher Expertise benötigte man mangels Maschinen vor allem Arbeitskräfte. Doch woher sollten all diese Bauarbeiter kommen? Die früher oft vertretene Auffassung, an Arbeitskräften hätte es nie gemangelt, da es im Römischen Reich immer ausreichend Sklaven gab, kann für den Bau von Straßen in den Provinzen wenig überzeugen. Gefangene und Sklaven mögen mitunter zum Einsatz gekommen sein. Sie standen aber nicht an allen Orten und zu allen Zeiten in gleichem Maß zur Verfügung.
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Die in den besetzten Gebieten lebenden Stämme und Völker mussten sicherlich ebenfalls ihren Beitrag leisten. Doch in den entlegensten Regionen war auch die indigene Bevölkerung weit verstreut. Ganz abgesehen davon, dass hier niemand wusste, wie man Straßen baut. Die logische Konsequenz war der Einsatz des Militärs als Baubrigade. Gerade in dünnbesiedelten Regionen nutzte man Soldaten als Bauarbeiter und profitierte vom Fachwissen erfahrener Architekten und Ingenieure, die in den Pionier-Einheiten der Legionen Dienst taten.
Anwohner mussten für den Unterhalt der Verkehrswege sorgen
Allerdings war der Einsatz von Legionen für straßenbauliche Zwecke nie als Dauerlösung gedacht. Sobald demographische Engpässe durch die Gründung von Siedlungen beseitigt waren, ging man dazu über, die Pflege der neuen Straße den Anwohnern zu übertragen. Die Art und Weise, wie das geschah, variierte zwischen den einzelnen Provinzen. Im Großen und Ganzen lief es aber auf zwei Möglichkeiten hinaus: Entweder man hat die Bewohner zur Kasse gebeten, oder man ließ sie die Bauarbeiten gleich selbst ausführen.
Das juristische Mittel für die letztgenannte Methode waren die sogenannten Hand- und Spanndienste, die man Bewohnern in unterschiedlichsten Provinzen abverlangte. Besonders deutlich belegen das zwei gut erhalten gebliebene Stadtgesetze aus Spanien. Sowohl das ältere Gesetz, die sogenannte Lex Ursonensis aus der Zeit des Julius Caesar, als auch die am Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. entstandene „Lex Irnitana“ bezeugen, dass für den Straßenbau alle erwachsenen männlichen Einwohner für fünf Tage im Jahr zu körperlicher Arbeit herangezogen werden konnten.
Finanzielle Beteiligung von Anrainern oder ganzen Stadtbevölkerungen lässt sich vor allem auf Inschriften quer durch das Römische Reich gut belegen. Besonders im Kernland, dem heutigen Italien, scheint das die bevorzugte Vorgehensweise gewesen zu sein. Die eigentlichen Arbeiten führten dann Unternehmen aus. Die Erneuerungskosten der Via Appia etwa unterstützte Kaiser Hadrian mit mehr als 1,1 Millionen Sesterzen, wofür er viel Lob erhielt. Die Anrainer legten derweil ihr Geld zusammen und steuerten immerhin 596 000 Sesterzen bei.
In den in Stein gemeißelten Erinnerungsinschriften für derlei Sammlungen verraten die Beteiligten nicht nur die Höhe der Kosten. Auch der Dank an den Kaiser und ein gewisser Stolz, eine so hohe Summe zusammengetragen zu haben, lassen sich herauslesen. Im Fall der Via Appia erinnerten die Geldgeber mit mindestens zwei Stelen und drei Meilensteinen an ihre guten Taten.
Die Bereitschaft zu derlei Kostenübernahmen lässt sich logisch erklären. Nicht nur das Heer, sondern ebenso die normale Bevölkerung zog ihren Nutzen aus den Straßen. Waren diese in schlechtem Zustand, erschwerte dies den reibungslosen Warenverkehr erheblich. Aus Großbritannien ist etwa ein Fall bekannt, bei dem ein gewisser Octavius seinem Bruder meldete, er habe die Waren noch nicht versandt, da er seine Lasttiere nicht den schlechten Straßen aussetzen wolle.
Selbst in der Hauptstadt Rom waren die Straßen oft stark verschmutzt. Das verwundert zunächst, da die Stadtbevölkerung in vielen Bereichen – etwa der Wasserversorgung – durchaus von den neuen und strafferen Organisationsstrukturen der Kaiserzeit profitierte. Viele öffentliche Einrichtungen wurden so professionalisiert und die Bürger gleichzeitig entlastet.
Doch bei den Straßen scheint es in der frühen Kaiserzeit noch viele Mängel gegeben zu haben. Das legt zumindest folgende Episode nahe. Der spätere Kaiser Vespasian war in Rom einst einfacher Ädil. In diesem Amt zählte es zu seinen Aufgaben, für die Sauberkeit der Straßen der Hauptstadt zu sorgen. Der damalige Kaiser Caligula (37– 41) war der Meinung, dass Vespasian dieser Aufgabe nicht genug nachkomme. Daher befahl er den Soldaten, dem Ädil die Toga mit dem Unrat der Straßen zu beschmutzen.
Erst später führten römische Kaiser für die Stadt Rom sogenannte Kuratoren ein, die zusammen mit Sklaven für die Pflege und Sauberkeit der Straßen Sorge trugen. Ob deshalb die Bewohner gänzlich von ihren Pflichten befreit wurden, oder ob sie zumindest noch finanziell für die Instandhaltung der Straßen mitverantwortlich waren, ist nicht bekannt.
Nachrichtenübermittlung als Aufgabe der Gemeinschaft
Als schwerwiegender und erdrückender als die Lasten der Straßenpflege wurden ohnehin all jene Zwangsmaßnahmen empfunden, die mit den sogenannten Angaria-Diensten verknüpft waren. Wie im eingangs genannten Fall des Fonteius wurden diese Requirierungen oft mit illegaler Bereicherung in Zusammenhang gebracht. Das Angarien-Recht stammt ursprünglich aus dem orientalischen Raum, wo etwa im Kriegsfall Schiffe beschlagnahmt werden konnten. In Rom kam dieses Privileg des Staats meist in Zusammenhang mit der Nachrichtenüberbringung zur Anwendung.
Das Römische Reich verfügte lange Zeit über kein ausgebautes Nachrichtensystem. In der frühen Republik, so berichtet Livius, habe man einfach einen Boten mit Maultieren, Zelten und Waffen ausgestattet und auf die Reise geschickt. Diese Boten kamen zwar nur relativ langsam voran, fielen aber niemandem weiter zur Last.
Der Konsul L. Postumius Albinus soll 173 v. Chr. als Erster mit dieser Tradition gebrochen haben. Er kümmerte sich bereits vor Reiseantritt um Unterkünfte und Zugtiere, was nach ihm gang und gäbe wurde. Tatsächlich ist das Requirieren von Tieren für staatliche Gesandte älter. Bereits der römische Staatsmann Cato d. Ä. (234 –149 v. Chr.) propagierte bei diesem Thema stets seine Genügsamkeit, wodurch er sich von seinen Kollegen absetzte, die von der Bevölkerung exzessiv Leistungen einforderten.
Spätestens gegen Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. hatte sich ein fester Kanon von Ansprüchen für staatliche Boten etabliert. So war die Bevölkerung verpflichtet, den Reisenden kostenlos Kleinigkeiten wie Heu, Salz und Holz zu überlassen. Zudem sollten Übernachtungsmöglichkeiten bereitgestellt werden. Darüber hinaus sollten sie den Dienstreisenden gegen ein gewisses Entgelt größere Dinge wie Zugtiere, Wagen und Schiffe überlassen.
Es darf aber angezweifelt werden, dass ein solches Entgelt wirklich entrichtet wurde. Cato d. J., Urenkel des obengenannten Cato d. Ä., machte sich beispielsweise verdächtig, weil seine Untergebenen ganz nach dessen Wunsch sehr zurückhaltend auftraten. Man glaubte nicht, dass ein so wichtiger Senator so höflich anfragen würde, wo andere sich die Dinge einfach nehmen würden. Das soll ihn einmal sogar gezwungen haben, selbst vorstellig zu werden. Bei dieser Gelegenheit versäumte er es nicht, die betreffenden Bürger daran zu erinnern, dass andere nur auf eine solche Verweigerungshaltung warten würden, um ihrer Gewalttätigkeit freien Lauf zu lassen.
Verpflichtung und Wohltätigkeit sind eng miteinander verknüpft
Eine besondere Form der Angaria-Leistungen erbrachte eine reiche Frau namens Busa aus der Stadt Canusium. Nach der für die Römer so verheerenden Niederlage bei Cannae gegen Hannibal 216 v. Chr. übernahm sie die Initiative und versorgte 10 000 überlebende Soldaten mit Quartieren, Nahrung, Kleidung und sogar Geld. Ein solch immenser Akt der Unterstützung blieb nicht unbemerkt. Weitere Bürger aus Canusium taten es ihr nach und beherbergten ebenfalls Überlebende, wenn auch nicht so freigebig wie Busa.
Die Nachbargemeinde Venusia wollte nun nicht hinter dem Werk einer einzelnen Frau zurückstehen. Dem geschlagenen Konsul, der die Schlacht überlebt hatte, sowie weiteren 4500 Soldaten bot man nicht nur ein Dach über dem Kopf sowie Schutz hinter den Stadtmauern, sondern auch Kleidung und nach Rang gestaffelte Geldgeschenke.
Diese Beispiele der freiwilligen wie großzügigen Einquartierungsleistungen sind allerdings eher selten. Für Busa jedenfalls zahlte sich das Ganze aus, sie konnte sich später über senatorische Ehren freuen. Diejenigen Gemeinden, die im zweiten Punischen Krieg Hannibal unterstützten, wurden für diesen Verrat bestraft – und zwar mitunter ebenfalls mit Angaria-Diensten. So sollten die Stämme der Leucanii und Brettii von nun an als Nachrichtenüberbringer für die Römer arbeiten.
Im gesamten Römischen Reich nahmen die Einquartierungen mit der Zeit überhand. Weil nun nicht mehr nur einzelne Boten, Prätoren oder Konsuln anklopften, sondern mitunter ganze Legionen, wurde die Last für kleinere Kommunen zu groß. Es ist daher wenig verwunderlich, dass reiche Gemeinden – so berichtet es uns Cicero – die Statthalter regelmäßig bestachen, um von Verpflichtungen verschont zu bleiben
Augustus plant ein neues Nachrichtenwesen
Das Problem der illegal eingeforderten Leistungen bestand auch während der Kaiserzeit fort. Da half es auch nicht, dass sich Augustus nun zum ersten Mal in der römischen Geschichte Gedanken über eine Professionalisierung der Nachrichtenübermittlung machte. So ist überliefert, dass er zwei verschiedene Methoden testete. Für die erste Variante wurden Boten in regelmäßigen Abständen positioniert, jeder Bote brachte die Nachricht dann bis zur nächsten Station. Bei der zweiten Variante hielten die Stationen lediglich Transporttiere vor, so dass ein und derselbe Reiter nur die Tiere wechselte und weiterritt. Schließlich gab er der zweiten Variante den Vorzug. Denn bei diesem Vorgehen konnte der Bote zusätzlich noch eigene Eindrücke oder Hintergrundinformationen liefern. Das römische Nachrichtensystem, das vehiculatio und später cursus publicus genannt wurde, war so geboren.
Damit ein Bote auf diese Weise möglichst schnell auf den Straßen des Imperiums unterwegs sein konnte, bedurfte es natürlich einer gewissen Logistik. Zum einen mussten ausreichend Wechselstationen vorhanden sein. Bei diesen wurden Tiere und Wagen umgespannt. Zum anderen brauchte man Herbergen, wo sich die Boten bei Bedarf ausruhen konnten. Beides, Herbergen (mansiones) und Wechselstationen (mutationes), musste von den jeweiligen Gemeinden organisiert werden. Wie beim Straßenbau unter städtischer Aufsicht ist zu vermuten, dass hierfür oft auch die Bevölkerung herangezogen wurde.
Zugtiere müssen von der Bevölkerung gestellt werden
Zudem wurden sowohl für den Bau der Straßen als auch später für den Nachrichtentransport Zugtiere benötigt. Es gab zwar eigene staatliche Gestüte, doch das Gros der benötigten Tiere stammte aus den Requirierungen von der normalen Bevölkerung. Deren Nutztiere konnten analog zur Arbeitsleistung der Bevölkerung für drei, später fünf Tage im Jahr in Anspruch genommen werden. Die unentgeltlichen Arbeitsleistungen von Mensch und Tier wurden in den Stadtgesetzen auch im gleichen Kapitel geregelt, was zeigt, dass sie oft zusammengehörten.
Wer Angaria-Dienste in Anspruch nehmen wollte, benötigte dafür einen Berechtigungsschein. Allerdings wuchs im Lauf der römischen Geschichte der Kreis der Berechtigten ständig an. Der Versuch in der Kaiserzeit, die Vergabe von Berechtigungsscheinen zentral zu organisieren, scheiterte.
Bereits zur Zeit der Republik kam es, wie eingangs am Beispiel des Fonteius beschrieben, regelmäßig zu Beschwerden. In späteren Jahrhunderten hat sich die missliche Lage der Bevölkerung bei diesem Thema nicht gebessert. Großgrundbesitzer wie der Autor Lucius Iunius Moderatus Columella (4 v. Chr. – 60 n. Chr.) wussten die schnelle Anbindung durch eine intakte Infrastruktur zu schätzen, da so die Transportkosten für den Handel gesenkt wurden. Zudem konnten sie auch selbst schneller zu ihren Landgütern kommen und diese besser kontrollieren. Doch er warnte: Man sei dadurch auch schneller für ungebetene Gäste erreichbar, die dann wieder verpflegt werden müssten.
Noch drastischere Erfahrungen erschließen sich aus einem Rat des Dichters Epiktet (um 50 – um 138) in seinen „Unterredungen“: „Wenn ein Soldat ihn bei einer Requirierung ergreift, lass ihn los, stemme dich nicht dagegen, murre auch nicht. Sonst bekommst du Schläge und verlierst trotzdem einen Esel“ (Übersetzung: Lothar Willms). In diesem Kontext sind übrigens auch diese Worte Jesu zu verstehen: „Wenn dich einer zwingt, eine Meile mit ihm zu gehen, dann gehe zwei mit ihm“.
„Angaria“ wird zum Synonym für Willkür
Schließlich wurden die Übergriffe anscheinend so alltäglich, dass das Wort Angaria ein Synonym für überfallartige Leistungseinforderung wurde. Ein sehr reicher Rabbi namens Eleazar Ben Charsom soll einst so viele Sklaven gehabt haben, dass er nicht alle persönlich kannte. Als er einmal unterwegs war, kam es dazu, dass einige seiner eigenen Sklaven, die nicht wussten, wer vor ihnen stand, ihn zu Angaria-Diensten zwingen wollten.
Dass die Requirierungen über weite Teile der römischen Geschichte ein Problem blieben, zeigen neben den vielen Klageschriften der Bürger auch die wiederkehrenden Versuche verschiedener Kaiser, der Missbräuche Herr zu werden. Die in der Geschichtsschreibung später vielfach gelobte Infrastruktur des römischen Straßennetzes ist von den Zeitgenossen jedenfalls oft genug verflucht worden.
Autor: Dr. Konrad Petzold
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