In den 1980er Jahren zählte Pablo Emilio Escobar Gaviria, das Oberhaupt des Medellín-Kartells, zu den reichsten und mächtigsten Menschen der Welt. Er richtete über Leben und Tod, über Sieg und Niederlage, im Leben – und auf dem Fußballplatz. Dass der Sieger des wichtigsten südamerikanischen Vereinspokals, der Copa Libertadores, im Jahr 1989 Atlético Nacional aus Medellín hieß, war kein Zufall – sondern der finanziellen Unterstützung Escobars zu verdanken.
Er war nicht der einzige Drogenhändler mit eigenem Fußballteam: Der Millonarios FC aus Bogotá gehörte „El Mexicano“ José Gonzalo Rodríguez Gacha, und América de Cali wurde von „El Señor“ Miguel Rodríguez Orejuela, dem Chef des Cali-Kartells, gesponsert. Die Fans sprachen von „Narco-fútbol“ (Drogenfußball).





