Grandazzi beleuchtet, wie die Römer über Jahrhunderte hinweg ihre Eroberungen in den öffentlichen Raum ihrer Stadt eingeschrieben haben. Er zeigt dabei aber nicht nur einseitig auf, wie verschiedene Akteure die Stadt formten, sondern betrachtet stets die komplexe Wechselbeziehung zwischen der Errichtung von Bauwerken, den politischen Ereignissen, den sozialen Prozessen und der kulturellen Identität der Römer.
Der Autor legt eine Überblicksdarstellung vor, die einem breiten Publikum Zugang zu den jüngsten Erkenntnissen der Stadtgeschichte bieten möchte. Angesichts der Fülle des zusammengetragenen Materials ist ein Leser ohne Vorkenntnisse damit möglicherweise überfordert. Leider fehlen Abbildungen, um die Ausführungen über die Bauwerke anschaulicher zu machen. Die Karten am Ende des Buches bieten dafür kaum Ersatz.
Rezension: Anna Joisten
Alexandre Grandazzi
Urbs
Roms Weg zur Weltmetropole
wbg Philipp von Zabern, Darmstadt 2019, 976 Seiten, € 80,–.





