1722 fällte der mährische Zimmermann Christian David in der Oberlausitz einen Baum. Es war der Anfang des Aufbaus von Herrnhut. Der Ort, der als Siedlung für protestantische Glaubensflüchtlinge aus Böhmen und Mähren begründet wurde, entwickelte sich rasch zu einem bedeutenden Platz für Handwerk und Handel. Durch Ausbreitung und Missionstätigkeit der Herrnhuter Brüdergemeine wurde er zugleich zum Zentrum einer global vernetzten kirchlichen Erneuerungsbewegung. Zum 300. Stadtjubiläum zeigen die Brüdergemeine, das Unitätsarchiv der Evangelischen Brüder-Unität, das Heimat- und das Völkerkundemuseum Herrnhut die Sonderschau „Aufbruch. Netz. Erinnerung – 300 Jahre Herrnhut“ noch bis zum 27. November 2022. Die Ausstellung im Völkerkundemuseum beleuchtet anhand zahlreicher Dokumente, darunter die erste handschriftliche Gemeindeordnung von 1727, Objekte und Graphiken, Kupferstiche und Aquarelle sowohl die Herrnhuter Stadtgesellschaft als auch das kirchliche Leben der Brüdergemeine im Wandel der Zeit.





