Im klassischen Kanon der Geschichtsepochen, bestehend aus Antike, Mittelalter und Neuzeit, nimmt die Antike die Startposition ein. Sieht man von der Vor- und Frühgeschichte ab, ist sie die älteste Phase der Geschichte. Oder auch die früheste. Diese Unterscheidung ist nicht unwichtig. „Älteste“ Epoche könnte zu der Auffassung führen, sie sei verstaubt, bedeutet uns heute am wenigsten und hat uns am wenigsten zu sagen. Geschichte mit reichlich Patina – vorbei, vergangen, vergessen. Eine Sache für Liebhaber. „Früheste“ Epoche hört sich dagegen innovativer an – nach Aufbruch und unbegrenzten Möglichkeiten.
Tatsächlich kann man die Meinung vertreten, es sei möglich, sich in der modernen Welt zurechtzufinden, ohne jemals etwas über die Punischen Kriege gehört zu haben. Es muss aber nicht von Nachteil sein, wenn man in der Lage ist, mit den Namen Sokrates, Caesar oder Konstantin mehr anzufangen, als sie nur den Rubriken „griechischer Philosoph“, „römischer Diktator“ und „römischer Kaiser“ zuzuordnen. Doch ist dieses Wissen wirklich notwendig? Moderne Bildungspolitiker scheinen nicht dieser Meinung zu sein. Die Antike gehört nicht zu ihren absoluten Favoriten, wenn es um die Ausarbeitung schulischer Lehrpläne geht…
Autor: Prof. Dr. Holger Sonnabend
Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 06/2019





